Alle Artikel in der Kategorie “Aus den Archiven

Aus den Archiven ist ein Sendungsformat von Deutschlandradio Kultur

‹Fernwärme›. Ein Spiel mit den Sounds eines Hoffnungsträgers

13.04.2024Studio Akustische KunstWDR 3Ilka Geyer —   –  Details

Fernwärme-Pipeline

Auf Höhe Kölns verläuft unter dem Rhein eine Fernwärmepipeline in einer Tunnelkonstruktion. Ein Un-Ort an dem sich sonderbare Klangformen ausbilden, die Sindelar aufgenommen, bearbeitet und geschichtet hat. — Mitten in Köln, nah der Hohenzollernbrücke, befindet sich eine unscheinbare Metalltür. Tritt man ein führt eine steile Metalltreppe abwärts zu einer langen, tunnelartigen Konstruktion. Sie hält den Raum für eine Fernwärmepipeline, die seit dem neuen Heizungsgesetz für viele Menschen zu einem Objekt großer Hoffnung geworden ist. — Dieser nur wenigen Menschen zugängliche Ort unter den fließenden Wassermassen des Rheins ist zunächst ein ruhiges Stück (unter-)Erde. Aber nach einer Weile, in der sich das Gehör auf die Umgebung eingestellt hat, entfaltet sich die Akustik dieses besonderen Raums. Ein Rauschen fächert sich auf. Ein unsichtbarer Ventilator in der Ferne, der an und wieder aus geht, erzeugt einen Puls. Die Schallwellen bouncen an den Tunnelwänden entlang. — Klangkünstler Sindelar hat für sein neues Hörstück für das Studio Akustische Kunst tief in die Aufnahmen reingehört, die er an diesem Ort gemacht hat. Bestimmte Aspekte legt er im Nachhinein frei, zoomt mikroskopisch in das Geschehen hinein oder aus ihm heraus, spielt mit Impulsen und musikalisch anmutenden Elementen. — Ob Nessie vielleicht die Form einer Fernwärmepipeline angenommen hat?

 
 

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Being Boiled – Human League

13.04.2024Erklär mir PopSWR KulturMarkus Brock —   –  Details

Human League

Starke elektronische Klänge und die markante Stimme von Philip Oakley charakterisieren den Song „Being Boiled“, 1980 auf dem Album „Travelogue“ veröffentlicht. Human League war eine der ersten Bands, die ausschließlich mit elektronischen Instrumenten gearbeitet haben – einige Jahre nach Kraftwerk, aber mit einer ganz eigenen Klangsprache, erläutert Popspezialist Udo Dahmen.

 
 

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Mehr als der rosarote Panther Henry Mancini (1924-1994)

12.04.2024Spielräume NachtausgabeÖ1Klaus Wienerroither —   –  Details

Henry Mancini

Enrico Nicola Mancini alias Henry Mancini war ohne Zweifel einer der bedeutendsten Filmmusikkomponisten des 20. Jahrhunderts. Mancini war aber noch viel mehr. — 480 Film- und Fernsehkompositionen, mehr als 50 Musikalben, 20 Grammys und 4 Oscarauszeichnungen sind Eckdaten einer außergewöhnlichen Karriere. — Henry Mancinis Sinn für Klangnuancen und ungewöhnliche Instrumentierungen, verbunden mit einem Gespür für einprägsame melodische Linien, stellen ihn in die Tradition großer italienischer Komponisten wie Giuseppe Verdi oder Giacomo Puccini. Der Sohn italienischer Einwanderer mit dem Geburtsort Cleveland, Ohio, hat diese mediterrane Eleganz vor allem in einer ureigenen US-amerikanischen Erfindung angewendet: der Bigband. — Die Spielräume Nachtausgabe würdigt einen unvergesslichen Musiker, dessen Geburtstag sich am 16. April zum 100. Mal jährt.

 
 

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Krautrockmuseum [28] Zeitzeugen / Franz Martin Olbrisch

12.04.2024open: DiskursWDR 3Frank Hilberg, Florian Zwißler und Franz Martin Olbrisch —   –  Details

Franz Martin Olbrisch

Zeitzeugen des Krautrocks – sie widersprechen sich, natürlich. — Unsere Sendereihe — Krautrockmuseum» startete ja vor zweieinhalb Jahren mit der steilen These, dass es 1968 in London einen Urknall gegeben habe, von dem aus sich das Universum des Progressiv-Rocks blitzartig entfaltet habe. — Einspruch, liebe Leute», schrieb uns Franz Martin Olbrisch, — 1968 war die Sache fast schon wieder vorbei». Ein interessanter Widerspruch, den wir im Gespräch – wenn schon nicht auflösen –, so doch aufhellen konnten. Es ist eine Frage der Betrachtungsweise, denn die Formen des anti-bürgerlichen Aufbegehrens, des Protestes mit musikalischen Mitteln, des Suchens nach alternativen Lebensentwürfen, die gab es in erstaunlicher Mannigfaltigkeit tatsächlich schon ein paar Jahre zuvor. Franz Martin Olbrisch – im Westerwald aufgewachsen – zog später nach Berlin, wechselte dort seinen Musikgeschmack radikal und ist jetzt Komponist und Professor an der Dresdener Musikhochschule.

 
 

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