Alle Artikel in der Kategorie “Aus den Archiven

Aus den Archiven ist ein Sendungsformat von Deutschlandradio Kultur

Am Mikrofon: Der Schriftsteller Ilija Trojanow

01.06.2024Klassik-Pop-et ceteraDeutschlandfunkIlija Trojanow —   –  Details

Ilija Trojanow

Er lebte in Bulgarien, Deutschland, Kenia, Indien und Südafrika. Ilija Trojanow ist Kosmopolit, Anarchist und ein unbändiger, kritischer Geist. Sein Leben verdanke er Puccinis Oper «La Bohème», erzählt der Schriftsteller im Dlf. — Mit seinem Abenteuerroman «Der Weltensammler» gewann Ilija Trojanow 2006 den Preis der Leipziger Buchmesse. Sein jüngster Roman, eine utopische Zukunftserzählung, heißt «Tausend und ein Morgen».

 
 

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Nie! Nie! Nie! – von Wilhelm Genazino / Hörspiel des Monats März 2024

01.06.2024HörspielDeutschlandfunkWilhelm Genazino —   –  Details

Tarnung als Büffel

Ein humaneres Leben ist möglich, denkt sich Wilhelm Genazinos Heldin, und verwandelt sich kurzerhand in eine sensible Büffeldame.– Mit Peter Fricke in allen Rollen sowie Wilhelm Genazino im Originalton aus einem Interview mit Lena Bopp für die Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22.01.2013 – Ton und Technik: Christian Eickhoff, Fabian Vossler, Tanja Hiesch und Sabine Klunzinger – Regie Ulrich Lampen – Produktion: SWR 2024 – – Anschließend: – Hauptsache Hörspiel – Folge 20 – Mit Hanna Steger und Max von Malotki — ine Tarnung als Büffel? Gewitzt, aber gewagt…

 
 

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Yael Dayan, israelische Schriftstellerin, Politikerin und Tochter eines Kriegshelden, stirbt im Alter von 85 Jahren

01.06.2024News: NachrufeThe New York TimesMichael S. Rosenwald —   –  Details

Yael Dayan

Sie wurde für ihre Bücher gefeiert und für ihr Engagement für die Rechte der Frauen bewundert. Doch ihr Eintreten für eine Zweistaatenlösung im Palästinakonflikt verärgerte viele. — Yael Dayan, eine gefeierte israelische Schriftstellerin, die nach dem Tod ihres Vaters, des Kriegshelden und Staatsmannes Moshe Dayan , in die Politik ging und sich für Frauenrechte, LGBTQ-Themen und eine Zweistaatenlösung im Palästinakonflikt einsetzte, starb am 18. Mai in ihrem Haus in Tel Aviv. Sie wurde 85 Jahre alt. — Ihre Tochter Racheli Sion-Sarid sagte, die Ursache sei eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung gewesen. — Frau Dayan war das letzte überlebende Kind von Herrn Dayan, der während des Sechstagekriegs 1967 und des Jom-Kippur-Kriegs 1973 Israels Verteidigungsminister war. Mit seiner markanten schwarzen Augenklappe – er hatte sein linkes Auge im Kampf mit den Briten im Zweiten Weltkrieg verloren – war er der unverkennbare Patriarch einer Familiendynastie, die viele in Israel mit den Kennedys verglichen. — Dayans Frau Ruth war die Gründerin des Modehauses Maskit . Ihr Sohn Assi war Schauspieler und Filmemacher. Ein weiterer Sohn, Ehud, war Bildhauer. — Mit 20 Jahren wurde Frau Dayan mit «New Face in the Mirror» (1959) zum literarischen Star. Der Roman ist ein auf Englisch verfasster autobiografischer Roman über eine junge Soldatin, deren Vater ein Militärkommandeur ist. — «Eines Tages kam mein Vater ins Lager», schrieb sie. «Er sagte, er sei auf der Durchreise und habe beschlossen, vorbeizuschauen. Er hätte nie zugegeben, dass er gekommen war, um mich zu besuchen. Seine Ankunft war natürlich ein Ereignis – eine Gelegenheit für kluge und oft unnötige Grüße, für aufmerksame und neugierige Blicke. Wird er sie küssen, wenn er geht?» — Die Romanautorin Anzia Yezierska bezeichnete «New Face in the Mirror» in der New York Times Book Review als «außergewöhnliches Zeugnis des Seelenlebens einer rebellischen Jugendlichen auf der Suche nach Selbstverwirklichung». Sie fügte hinzu: «Ihre Geschichte wird von einer Ehrlichkeit und zwanghaften Intensität erzählt, die uns noch lange nach der Lektüre des Buches verfolgt.» — Weitere Bücher folgten. 1967 veröffentlichte Frau Dayan zwei Bücher: «Der Tod hat zwei Söhne», einen Vater-Sohn-Roman, der während des Holocaust spielt, und «Israel Journal», ein Tagebuch über ihre Erlebnisse während des Sechstagekriegs unter dem Kommando von Ariel Sharon , dem späteren Premierminister. — In Prosa, die Charles Poore , seit fast 40 Jahren Buchkritiker bei der Times, mit der von Ernest Hemingway verglich , schrieb Frau Dayan im «Israel Journal» darüber, wie der Krieg sie verändert habe: «Nichts wird mehr so sein wie vorher. Ich habe das Ende des Lebens, die Zerstörung der Materie, das Leid der Zerstörer und die Qual der Sieger gesehen, und das musste Spuren hinterlassen.» — Yael Dayan im Jahr 1985. Sie ging nach dem Tod ihres Vaters Moshe Dayan, des Generals und israelischen Verteidigungsministers, in die Politik.Kredit… — — —

 
 

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Ich bin Ende oder Anfang – Eine Lange Nacht über Franz Kafka

01.06.2024Lange NachtDeutschlandfunkNikolaus Scholz —   –  Details

Franz Kafka

Sein Name ist zum Synonym für alles Groteske geworden, sein Leben selbst trug mitunter groteske Züge. Kafkas wichtigste Romane blieben unvollendet. Dennoch gilt er als einer der bedeutendsten modernen Autoren überhaupt. (Erstsendung am 20.3.21) — Starb 40-jährig an den Folgen einer Lungentuberkulose: Franz Kafka.

 
 

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Sam Butcher, der der Welt kostbare Momente schenkte, stirbt im Alter von 85 Jahren

01.06.2024News: NachrufeThe New York TimesPenelope Green —   –  Details

Sam Butcher

Seine kindlichen Porzellanfiguren begeisterten und inspirierten Generationen von Sammlern. Sie machten ihn auch zum Millionär. — Sam Butcher, der Künstler mit der sanften Stimme, dessen rehäugige, pastellfarbene Porzellanfiguren «Precious Moments» einen weltweiten Sammelrausch auslösten und ihn zu einem reichen Mann machten, und dessen christlicher Glaube ihn dazu antrieb, seine eigene Version der Sixtinischen Kapelle in Carthage, Missouri, zu bauen, starb am 20. Mai in seinem Haus in Carthage. Er wurde 85 Jahre alt. — Sein Tod wurde von seinem Sohn Jon bestätigt. — Mr. Butcher war der Michelangelo von Missouri und seine niedlichen, stupsnasigen Precious Moments-Figuren waren «die Beanie Babies des Porzellans», wie das Wall Street Journal es einmal beschrieb . Ihre eifrigen Sammler, die sich auf Hunderttausende belaufen, bauten Räume für ihre Precious Moments-Figuren, trafen sich in regionalen Clubs und pilgerten nach Carthage, wo sie im Precious Moments-Motel oder im Wohnmobilpark schliefen, den Precious Moments-Brunnen der Engel bestaunten, in den Precious Moments-Food-Courts speisten und über das 30 Hektar große Gelände wanderten. (Carthage war auch Schauplatz von Precious Moments-Hochzeiten.) — Eine Zeit lang tourte der «Precious Moments Care-a-Van» – ein 18-Tonner, der wie ein Museum ausgestattet war und voller Figuren und Dioramen war, die Mr. Butchers Lebensgeschichte erzählten – durch das Land. Es gab Hunderte und Aberhunderte von Lizenznehmern von Precious Moments, die Hüte, Schlüsselanhänger, Uhren, Grußkarten, Bücher und eine Kinderbibel herstellten. Auf dem Höhepunkt des Unternehmens in den Jahren 1996 und 1997 erreichten die weltweiten Einzelhandelsumsätze von Precious Moments über 500 Millionen Dollar pro Jahr, eine erstaunliche Summe für einen Mann, der einst so arm war, dass er kaum Lebensmittel für seine sieben Kinder kaufen konnte. — Mr. Butcher, dessen Fans ihn im Precious Moments-Gelände aufsuchten, um ihre Figuren und Poster zu signieren (dafür hatte er immer zwei Stifte dabei), war ein ungewöhnlich aussehender Millionär: eine zerknitterte Gestalt, typischerweise in Bluejeans und T-Shirt gekleidet, mit Farbe im buschigen Haar und einem schüchternen Lächeln. — «Die meisten Leute denken, ich sei einfach der Gärtner», sagte er. — Sam Butcher, Schöpfer der Precious Moments-Figuren, in der Precious Moments Chapel in Carthage, Missouri, die er in den 1980er Jahren erbaute.Kredit… —

 
 

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Einladung nach Ellingtonia

01.06.2024rein-gehörtÖ1Ulrike Leitner, Bernhard Eppensteiner —   –  Details

Duke Ellington

Wir laden Sie heute nach Ellingtonia ein – ins Universum des Duke Ellington: — Im Rahmen einer Jazzgala in der Wiener Stadthalle am 3. November 1973 bildete der Auftritt des Duke Ellington Orchestras den Höhepunkt. Nichts deutete darauf hin, dass es der letzte Besuch des Orchestras mit seinem Bandleader in Österreich sein sollte. Duke Ellington war zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank. Auf seiner letzten Tour zog er mit seinem Orchestra, wie immer, alle Register seines Könnens. Eine Aufnahme dieses Konzerts schlummerte in den Tiefen des ORF Archivs und erschien vor kurzem auf Vinyl in der Edition Ö1. — Am 29. April wäre Duke Ellington 125 Jahre alt geworden, am 24. Mai jährte sich sein Todestag zum 50. Mal. Niels Kaiser lädt in einer Folge seines Podcasts — Kaisers Klänge» auf HR 2 Kultur zu einem Spaziergang durch das Harlem des — Duke» und präsentiert moderne Aufnahmen von Orchesterwerken Duke Ellingtons, in denen sich der große Jazzkomponist und -pianist mit der afro-amerikanischen Geschichte beschäftigte. — — Wer weiter, viel weiter in die Tiefe gehen möchte, dem empfehlen wir — Ellington Reflections»: Der US-amerikanische Posaunist Steve Bowie widmet sich in seinem Podcast — Ellingtonia», dem Universum des Duke Ellington – erzählt von seinem Leben und seiner Musik, seinen Kolleginnen und Kollegen, der Geschichte der Band, den Kompositionen. Abgesehen davon gibt›s auf der zugehörigen Homepage ein unglaubliches Reservoir an Informationen zu Aufnahmen, Büchern, Videos und vielem mehr rund um den legendären Jazzmusiker.

 

 
 

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El Estepario Siberiano / Die andere Hand Gottes

01.06.2024NewsZeit OnlineDavid Hugendick —   –  Details

El Estepario Siberiano

Das Internet liebt den Drummer El Estepario Siberiano. Fans sagen, er sei der Beste der Welt. Andere glauben, er muss eine KI sein, ein Alien, so etwas könne kein Mensch. — Der Proberaum nahe Valencia ist zugleich seine Weltbühne: Jorge Garrido alias El Estepario Siberiano — Seit ein paar Jahren sitzt ein bärtiger Mann in einem engen Zimmer, vielleicht einer Kammer, die Decke hängt sehr tief. Vor ihm steht ein Schlagzeug, spärlich wie fast schon wieder abgebaut, und von dort sendet dieser Mann beinahe täglich komplizierte Explosionen in die Welt. Sehr viele Noten in wenigen Sekunden, Sechzehntelgewitter, Zweiunddreißigstellawinen, perfekt verglühende Triolen. Manchmal mit bloß einer Hand. Die andere hält dann den Kaffee fest, und die Kamera nimmt alles auf: das Zwinkern, das Grinsen, die geisterleichte Lässigkeit, als sei das alles nichts, bloß ein kleiner Spaß von jemandem, der sich selbst El Estepario Siberiano nennt, der sibirische Steppenwolf.

 
 

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Pieces of Africa / Kronos Quartet

01.06.2024Le week-endÖ1Elke Tschaikner und Christian Scheib —   –  Details

Kronos Quartet

Le week-end gönnt sich und seinen Hörerinnen und Hörern einen zweiten Ausflug mit dem weltberühmten Kronos Streichquartett. Für kulturenübergreifende Wagnisse war dieses Streichquartett immer gut und in fünfzig Jahren Ensemblegeschichte ist ihm diesbezüglich Einiges gelungen. Oft luden das Quartett einen weiteren Musiker oder Komponistin zum jeweils nächsten Projekt und genau das taten sie auch 1992 bei der Produktion ihrer stilbildenden CD — Pieces of Africa». Mehrere afrikanische Musiker beteiligten sich auf Einladung durch das Kronos Quartet an diesem Projekt, und schrieben Streichquartettstücke, die auch die Beteiligung ihrer selbst vorsahen. Le week-end präsentiert eine Auswahl besonders eindrücklicher, afrikanischer Streichquartette, und lässt das ebenfalls legendäre Vokalensemble — Ladysmith Black Mambazo» darauf antworten. — Bereits 1964 – also vor 6 Jahrzehnten gründete Joseph Shabalala in seinem südafrikanischen Heimatort Ladysmith eine a cappella Truppe, die er bis zu seinem Tod im Februar 2020 auch selbst leitete. Dass durch dieses Ensemble die Zulu Gesangstradition Isicathamiya, die ursprünglich von schwarzen Minenarbeitern praktiziert wurde, weltweit berühmt wurde, hatte entscheidend damit zu tun, dass Paul Simon die Sänger 1986 zu einem Gastauftritt für das Album — Graceland» einlud. Isicathamiya heißt übersetzt — auf Zehenspitzen» oder — beim Anschleichen». Und damals wie heute singt Ladysmith Black Mambazo Lieder über Frieden, Freude und Hoffnung und schleicht sich damit auf stimmlichen Zehenspitzen direkt in die Herzen seines Publikums.

 
 

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Der Briefwechsel von Kafka und Jesenská

01.06.2024HörspielÖ1Harald Krewer —   –  Details

Kafka Briefe

«Feuer an bloßer Haut – Franz Kafka und Milena Jesenská». Von Rolf Schneider. Für Franz Kafka waren Briefe nicht nur eine Möglichkeit Inhaltliches mitzuteilen, sondern ein Weg um Nähe herzustellen. — Die Briefe Franz Kafkas, die er zwischen 1919 und 1923 an die um vieles jüngere Milena Jesenská schreibt, zählen heute zur Weltliteratur, sind hunderttausendfach gedruckt und gelesen worden. Ihre, Milenas, Briefe wurden nie gefunden, sind leider verloren. — Milena Jesenská ist zu Beginn ihrer Beziehung zu Kafka 23 Jahre alt und mit dem Literaten Ernst Pollak verheiratet. Milena kennt Kafka flüchtig aus der Prager Literaturszene und es wird ihr mit ihren Briefen gelingen, den dreizehn Jahre älteren, von ihr bewunderten Autor dazu zu bringen, sich auf der Rückfahrt von einer Kur in Südtirol mit ihr in Wien zu treffen. — Der deutsche Autor Rolf Schneider hat versucht, den Briefwechsel der beiden zu rekonstruieren und die verlorenen Briefe Milenas literarisch wiederherzustellen. Er orientierte sich dabei an Repliken Kafkas und an den erhaltenen Schriften Milenas. Daraus entstand unter der Regie von Harald Krewer das Hörspiel mit dem Titel — Feuer an bloßer Haut». — Mit Eva Herzig und Fritz Hammel, Ton: Herta Werner und Katharina Böhm, Musik: Peter Kaizar, Regie: Harald Krewer (ORF 2008) —

 
 

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Richard Strauss: ‹Elektra› / Royal Opera House Covent Garden in London 2024

01.06.2024Opernabend – Aus dem Royal Opera House Covent GardenÖ1N.N. —   –  Details

Antonio Pappano

Mit Ausrine Stundyte (Elektra), Sara Jakubiak (Chrysothemis), Karita Mattila (Klytaemnestra), Lukasz Golinski (Orest), Charles Workman (Aegisth) u.a. Chor und Orchester des Royal Opera House Covent Garden, Dirigent: Sir Antonio Pappano. (aufgenommen am 23. Jänner 2024 im Royal Opera House Covent Garden in London)

 
 

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Zum 70. Geburtstag von Harald Huber

01.06.2024Ö1 JazznachtÖ1Katharina Osztovics —   –  Details

Harald Huber

Im Ö1 Jazznacht-Studio zu Gast ist Harald Huber. Anlässlich seines 70. Geburtstags am 9. Juni verrät er Wissenswertes und Humorvolles über die drei Seelen, die in seiner Brust schlummern – ist der gebürtige Niederösterreicher doch zugleich Pädagoge, Musiker und Musikwissenschaftler. — Harald Huber war Initiator und lange Jahre Professor des Instituts für Popularmusik der Musikuniversität Wien. Als längjähriger Präsident bzw. (seit Februar 2024) Vizepräsident des Österreichischen Musikrats setzte und setzt er sich für die Musikszene ein und ist u. a. federführend bei der Wiedereinführung des Österreichischen Jazzpreises aktiv, den es 2024 nach 14-jähriger Pause wieder geben wird. — In Aufnahmen vom Afro Arabiq Walzer Archestra bis zum rockig-funkigen Ensemble Donaukrach werden die vielen Facetten des Pianisten und Komponisten Harald Huber gewürdigt.

 
 

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