Alle Artikel in der Kategorie “Aus den Archiven

Aus den Archiven ist ein Sendungsformat von Deutschlandradio Kultur

Colours are Gray: Steve Gray und die NDR Bigband

13.06.2024Play Jazz!NDR KulturHenry Altmann —   –  Details

Steve Gray

Die Arrangements von Steve Gray zählen zu den Perlen im Repertoire der NDR Bigband. Und dass sie zu den beliebtesten der Bigband-Musiker gehören, zeigt zusätzlich ihre Qualität. Der 1944 im englischen Middlesbrough geborene Pianist, Komponist und Arrangeur war ein Spezialist dafür, stilprägende Kompositionen des Jazz neu aufzurollen und in die Gegenwart zu transferieren, einer, der die Werte der Tradition pflegte, indem er sie an seinem persönlichen Gegenwarts-Lineal maß. — Gray bot immer einen Twist, einen individuellen Kniff, der eine neue Facette funkeln ließ. Denn Gray war im Grunde ein Suchender unter den Arrangeuren, immer auf der Pirsch nach einem neuen Zugang zu bekannten Tonfolgen. Als er 2008 verstarb, trat Jörg Achim Keller sein acht Jahre währendes Amt als Leiter der NDR Bigband an. Das musikalische Erbe des Briten hat er für das — Masters of Jazz»-Konzert des Ensembles am 15. Juni durchgesehen und neu interpretiert.

 
 

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Patrick Gottsch, 70, der das ländliche Amerika als fruchtbaren Boden für das Fernsehen entdeckte, ist gestorben

13.06.2024News: NachrufeThe New York TimesTrip Gabriel —   –  Details

Patrick Gottsch

Nach einer Karriere als Satellitenschüsselinstallateur hatte er Erfolg mit RFD-TV, einem 24-Stunden-Kabelkanal für Landwirte und Viehzüchter.— Patrick Gottsch, Gründer und Präsident des Kabelsenders RFD-TV, 2009 in Omaha. Er kämpfte hartnäckig dafür, zu beweisen, dass Fernsehprogramme über Landwirtschaft, Pferde, das Leben auf dem Land und traditionelle Country-Musik realisierbar sein könnten. — Ein Traktor-Pulling-Wettbewerb in Rockwell, Iowa. «The Big Joe Polka Show». Ein Tierarzt erklärt, wie man Fliegen von Kühen fernhält. Eine Wiederholung einer Folge von «Hee Haw» aus dem Jahr 1982. — Dies waren einige der jüngsten Angebote von RFD-TV, einem 24-Stunden-Kanal, der von Patrick Gottsch gegründet wurde, einem Satellitenschüsselinstallateur, der die Idee hatte, ein Netzwerk aufzubauen, das sich an die Landwirte und Viehzüchter richtete, die seine Kunden waren. — Sein Programm gehört vielleicht nicht zu den Fernsehsendungen, die man in den Großstädten und Vorstädten Amerikas unbedingt sehen muss. Doch RFD-TV, das auch die Future Farmers of America-Konferenz von Anfang bis Ende ausstrahlt, besetzt eine dauerhafte, wenn auch schmale Nische im Fernsehspektrum. — Herr Gottsch, zu dessen Spin-off-Sendern der Cowboy Channel, der Cowgirl Channel und Rural Radio, Channel 147 auf SiriusXM gehören, starb am 18. Mai in Fort Worth. Er wurde 70 Jahre alt. — Sein Tod in einem Hotel im historischen Stockyards-Viertel der Stadt kam unerwartet. Seine Töchter Raquel Gottsch Koehler und Gatsby Gottsch Solheim sagten, die Familie warte auf den Bericht eines Gerichtsmediziners, um die Todesursache zu erfahren, aber dass es wahrscheinlich mit seiner Diabetes-Vorgeschichte zusammenhängt. — Gottsch, der auf einer Farm in Nebraska aufwuchs, kämpfte hartnäckig dafür, zu beweisen, dass Fernsehprogramme über Landwirtschaft, Pferde, das Leben auf dem Land und traditionelle Country-Musik rentabel sein könnten. Dies galt vor allem in den Anfangsjahren seines Unternehmens, als ihm – wie er sich gerne erinnert – Investoren und Medienmanager sagten, das sei eine «dumme Idee» oder dass «Landwirte kein Fernsehen schauen». —

 
 

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Waldeck im Orient

13.06.2024LeporelloÖ1Kaspar Arens —   –  Details

Klaus Waldeck

Seit vielen Jahren ist Klaus Waldeck in der österreichischen Musikszene mit immer neuen Sounds präsent. Mit deinem Debutalbum trug er Ende der 1990er Jahre entscheidend zur Entstehung der vielgepriesenen «Wiener Elektronik» bei. Seither ist der Stil des Musikers und Produzenten einem ständigen Wandel ausgesetzt, der mit seinem aktuellen Album «The Moon and the Orient» einmal mehr eine neue Richtung einschlägt. Mit 12 Liedern reist Waldeck in die geheimnisvolle Welt der orientalischen Klänge.

 

 
 

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Warren Winiarski, dessen junger Cabernet die Franzosen besiegte, stirbt im Alter von 95 Jahren

13.06.2024News: NachrufeThe New York TimesEric Asimov —   –  Details

Warren Winiarski

Seine 6-Dollar-Flasche Cabernet aus Napa Valley gewann 1976 eine historische Weinprobe in Paris, versetzte Kenner in Erstaunen und verschaffte seinem Weingut Stag›s Leap Bekanntheit. — Warren Winiarski, dessen junger Cabernet die Franzosen besiegte, stirbt im Alter von 95 Jahren — Warren Winiarski, Gründer und langjähriger Besitzer von Stag›s Leap Wine Cellars im Napa Valley. Sein Weingut ist eine Attraktion für Touristen und Kenner gleichermaßen.

 
 

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Mischkultur im Ackerbau (4)

13.06.2024Vom Leben der NaturÖ1N.N. —   –  Details

Ackerbau

Mischkultur im Ackerbau ist nichts neues, wird aber besonders im biologischen Landbau vermehrt angewandt. Weil dort keine chemisch-synthetischen Agrarchemikalien eingesetzt werden dürfen, setzen die Bauern auf Vielfalt auf dem Feld. Seien es die Kombinationen Getreide mit Körnerleguminosen wie Erbse, Linse, Ackerbohne, oder Mais gemeinsam mit Käferbohne, oder verschiedene Getreidearten, die zusammen auf demselben Feldstück wachsen.

– – Die Ergebnisse verschiedener Forschungen zeigen, dass Mischkulturen wegen ihres unterschiedlichen Bewuchses den Boden schützen, die Nährstoffversorgung und die Gesundheit der Kulturpflanzen verbessern und die Ertragsmenge sowie die Ertragsqualität – Stichwort Protein – stabilisieren bzw. erhöhen. – – Buchweizen, Hirse, Quinoa, Kichererbse und andere Nahrungspflanzen sieht man immer häufiger auf den Feldern. Das eröffnet auch neue Kombinationsmöglichkeiten untereinander und mit traditionellen Ackerfrüchten.

 
 

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Lexikon der österreichischen Popmusik (4) Leftovers: Krachorgien aus dem Ex-Kinderzimmer

13.06.2024RadiokollegÖ1Walter Gröbchern —   –  Details

Leftovers

Verzweiflung, Panikattacken, toxische Beziehungen und andere Katastrophen der Adoleszenz. Kann man mit solchen Topics, gegossen in wütendes Geschrei, dissonante Songlines und aggressiven Krach, in die Hitparaden gelangen? «Man kann. Wobei dieses «man» hier eine Bande ist. Eine Viererbande namens Leftovers. Der Steckbrief: Leonid Sushon: Sänger und Gitarrist. Leon Eder: Schlagzeug. Anna Grobauer: Bassistin und Sängerin. Und Alex Waismayer, ebenfalls Gitarre, Gesang. Zusammen sind die Leftovers so etwas wie das Sprachrohr ihrer Generation, was Punk, Indie-Rock und Grunge betrifft. Der Generation Jetzt. «Dieser Befund gilt spätestens seit dem Oktober 2022, als Leftovers ihr Debut-Album «Krach» (sic!) veröffentlichten. Und für viele die aufregendste Underground-Gitarrenrockmusik der Stunde zelebrierten, die auch in Deutschland Widerhall fand. Vor wenigen Monaten folgte nun «Müde», das – so sagt man gern – «schwierige» zweite Album. Aufgenommen mit dem Produzenten Alexander Gschwendtner entstand erneut ein beeindruckend unwirsches, selbstbewusstes und dringliches Statement. Es klingt nicht müder, nur erwachsener. Dabei hieß ein erster Szene-Hit noch halb-ironisch «Kinderzimmer». «— Denn man darf natürlich niemals vergessen, dass Leftovers immer noch gerade einmal Anfang 20 sind», merkt der erfahrene Booker der Leftovers an. «Energie und Emotionen passieren hier intuitiv. Weil sie raus müssen». Mit dieser Frische unterstützte man auch schon heimische Größen wie Wanda, Leftovers gelten quasi als noch ungeschliffener Rohdiamant der Szene. Und als Zukunftshoffnung. Eine Momentaufnahme, die tendenziell auch «Standard»-Journalist Christian Schachinger teilt: «Auch Menschen, die ihren Tinnitus bereits hinter sich haben, können sich über die Leftovers freuen».

 
 

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Erste Werke – letzte Werke› (IV) – Erste Werke neuer Gattungen

13.06.2024AusgewähltÖ1Hans Georg Nicklaus —   –  Details

Erste Werke – letzte Werke

Erste Werk einer bestimmten Musikgattung zu bestimmen, ist schwierig und oftmals sinnlos, weil die Übergänge von einer zur anderen Form viel zu fließend und auch die Gattungsnamen häufig mehrdeutig sind (wie ›Symphonie› oder ›Sonate›). Es gibt aber musikalische Gattungen, die tatsächlich in relativ kurzer Zeit entstanden sind und von einigen wenigen Vorreitern erfunden wurden. Die «Erfindung» des Streichquartetts etwa fällt in die 50er/60er Jahre des 18. Jahrhunderts; Haydn wird gewöhnlich als ihr Schöpfer angegeben, aber der in Mähren, in der Nähe von Brünn geborene Franz Xaver Richter, Mitglied des berühmten Mannheimer Orchesters, hat tatsächlich schon wenige Jahre vor Haydn sechs sogenannte «Streichquartette» komponiert, die allerdings erst nach den ersten Quartetten Haydns als sein Opus 5 publiziert wurden. «Viel diskutiert sind auch die Wurzeln der sogenannten «Symphonischen Dichtung». Franz Liszt gebraucht zwar als erster diese Gattungsbezeichnung und setzt sie pointiert gegen die Tradition der Symphonie, aber schon fast 20 Jahre vor seinem ersten Werk dieser Gattung, der sogenannten Bergsymphonie (1848/9), komponiert Hector Berlioz symphonische Werke, die Geschichten erzählen und Szenen oder Personen einer Handlung (manchmal aus der Literatur) gewidmet sind, wie seine «Symphonie fantastique» (1830) oder «Harold en Italie» (1834) – erste Werke einer neuen symphonischen Gattung.

 
 

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Solistische Schwärmereien / Zwei Neuerscheinungen mit der Flötistin Johanna Dömötör und der Cellistin Camille Thomas

13.06.2024VorgestelltÖ1Marie-Theres Himmler —   –  Details

Camille Thomas

Zwei Neuerscheinungen mit der Flötistin Johanna Dömötör und der Cellistin Camille Thomas. ««Seine Musik fließt seit jeher in meinen Adern», schwärmt die in Paris groß gewordene Cellistin Camille Thomas über Charles Aznavour. 100 Jahre alt wäre der armenisch-französische Chansonnier, Komponist und Schauspieler heuer geworden. In seinem Werk hat er ewige Themen wie die Liebe ebenso aufgegriffen wie Homosexualität, den Genozid an den Armeniern und Flucht. Camille Thomas legt mit ihrem neuen Album «Aznavouriana» eine leidenschaftliche Hommage an den Künstler vor, die sie gemeinsam mit dem Armenian Symphony State Orchestra unter der Leitung von Sergey Smbatyan präsentiert.

– – Auch die deutsch-ungarische Flötistin Johanna Dömötör leitet den Booklettext ihres neuen Albums mit schwärmerischen Worten ein. «Seit jeher» fasziniere sie die einzigartige Klangkombination von Flöte und Streichern. Ihre stetige Suche nach neuem, unentdecktem Repertoire hat sie zu den vier Komponisten Igor Stravinsky, Arthur Benjamin, Malcolm Arnold und Dmitri Schostakowitsch geführt. Zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter Meesun Hong Coleman spielt sie Originalwerke und Arrangements, darunter auch drei Ersteinspielungen.

 
 

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