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Der perfekte Mord: was die chinesische Kulturrevolution mit dem Deutschland von heute zu tun hat

24.06.2024NewsNZZHarald Martenstein —   –  Details

chinesischen Kulturrevolution

Für die extreme Linke gibt es kein «nie wieder». Ihr ist es weitgehend erspart geblieben, sich mit den eigenen Verbrechen zu befassen. Sie hat den perfekten Mord begangen, millionenfach. Und lebt dabei mit gutem Gewissen. — Das Ziel der chinesischen Kulturrevolution war es, eine neue, ideale Gesellschaft zu schaffen, ohne Unterdrückung, ohne Ungleichheit, ohne Ausbeutung. Bild 1966. — «Es herrschen jetzt die Tugend und der Schrecken, denn die subjektive Tugend, die bloss von der Gesinnung aus regiert, bringt die fürchterlichste Tyrannei mit sich.» Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (1831–37).

 
 

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Pat Metheny: Virtuose, Melodiker, Alchimist

24.06.2024JazzARD Radiofestival 2024Karsten Mützelfeldt —   –  Details

Pat Metheny

Virtuose und Melodiker ersten Ranges, mit einem ganz eigenen Klang und einer ausgeprägten Lust, Jazz mit Pop, Rock, Country, Folk und weltmusikalischen Elementen zu verschmelzen. Pat Metheny erweist sich immer wieder als ein wahrer Alchemist. «1975 nimmt der Gitarrist sein Debüt «Bright Size Life» auf, noch im selben Jahr beginnt er eine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Lyle Mays, mit dem er eine der erfolgreichsten Jazz-Fusion-Gruppen aufbaut, die Pat Metheny Group. Ungeachtet seines Hangs zum Wohltemperierten – der populäre Star spielt auch mit der Free-Jazz-Ikone Ornette Coleman oder nimmt ein lärmendes Anti-Schönklang-Album auf, dessen Titel einer Warnung gleichkommt: «Zero Tolerance for Silence». Bei aller Unterschiedlichkeit seiner Projekte – Pat Methenys Stil und Sound bleiben unverkennbar. Das gilt auch für sein Erscheinungsbild: breites Sunnyboy-Grinsen, löwenmähnige Haarpracht und ein auf der Bühne obligatorisches… Ringel-T-Shirt.

 
 

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Gil Scott Heron, Donny Hathaway und Grace Jones / Voices from planet LOVE

24.06.2024NachtmixBayern 2Judith Schnaubelt —   –  Details

Gil Scott Heron

Anstatt auf den Mond zu fliegen, hätten die Erdlinge besser daran getan, den Planeten der Liebe für sich zu entdecken und auszubauen, zum Wohle der Geplagten und des US-amerikanischen Sozialsystems! So lässt sich das hochemotionale Gedicht «Whitey on the Moon» vom großen afroamerikanischen Poeten und «Paten des Rap» Gil Scott-Herons kurz auf den Punkt bringen, mit dem er einst auf die erste Mondlandung von Apollo 11 anno 1969 reagierte. Ganz klar auch ein Appell an die empathische, von Humanismus geprägte Liebe. Natürlich kannte unser Dichter und Musiker auch die leidenschaftliche Liebe, das Begehren zwischen zwei Menschen; davon sangen allerdings, oft mehr sexy, Gils Kollegen Anfang der 70er in den Underground-Clubs von New York, wo der Sound oft die Befreiung von gesellschaftlichen Tabus und Zwängen begleitet hat, bis er sich schließlich zur erotischen Discomusic-Welle über die ganze westliche Welt ergoss. Judith Schnaubelt wird die Zeit hin- und herdrehen unter der glitzernden Kugel, um sich dem Planeten LOVE im Pop anzunähern.

 

Wiederholung vom 16. Januar 2023

 
 

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Festival Jazzdor Berlin —Prospectus (Deutschlandpremiere)

24.06.2024In ConcertDeutschlandfunk Kultur —   –  Details

Prospectus Quartett

Kesselhaus – Aufzeichnungen vom 05./06.06.2024 — Prospectus: (Deutschlandpremiere) – Léa Ciechelski, Saxofone, Flöten – Henri Peyrous, Saxofone, Klarinetten – Julien Ducoin, Kontrabass – Florentin Hay, Schlagzeug – – Marie Krüttli Trio: – Marie Krüttli, Klavier – Lukas Traxel, Kontrabass – Gautier Garrigue, Schlagzeug –

 
 

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Die mit den Holzfreunden tanzt – die Cellistin Anastasia Kobekina

24.06.2024Menschen und ihre Musikhr2 kulturAdelheid Kleine —   –  Details

Anastasia Kobekina

Manche sammeln Briefmarken, Anastasia Kobekina sammelt «Holzfreunde» – so nennt die junge Musikerin ihre Instrumente. Ob mit Cello, Gambe, Barockcello oder Arpeggione – mit unglaublicher Entdeckungsfreude und Sogkraft zieht die Musikerin ihr Publikum in eine Welt voller Geschichten. — — Das Cello ist mein Medium, um mit anderen zu sprechen», sagt Anastasia Kobekina. Welche Musik zu ihr spricht, das erzählt sie in — Menschen und ihre Musik». In ihrem Plattenschrank steht Fritz Wunderlich neben Radiohead, Tschaikowsky neben Kobekin.

 
 

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Gespräch mit dem Autor Nassir Djafari

24.06.2024Am Nachmittaghr2 kultur —   –  Details

Nassir Djafari

Der Großcousin — Abbe ist ein Frankfurter Unternehmer und Kosmopolit, dessen berufliches Netzwerk die halbe Welt umspannt. Doch so sehr er es gewöhnt ist, Verhandlungen mit Partnern in Lateinamerika oder Südafrika zu führen – seine eigenen Wurzeln sind verschüttet. Sein Deutsch perfekt, sein Persisch lückenhaft. Das Land seiner Eltern ist nicht mehr seines. Bis eines Tages Reza vor der Tür steht, ein entfernter Verwandter aus dem Iran. Mit seinem neuen Roman “Der Großcousin” lenkt Autor Nassir Djafari den Blick auf die Lebensumstände der jungen Generation im Iran: Ohne berufliche Perspektiven, unter ständiger Beobachtung des Regimes und seiner Sittenwächter. Wir sprechen in hr2-kultur mit ihm darüber, wie die Herkunft die Gegenwart prägt und wie er gerade heutzutage auf den Iran blickt.

 
 

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Jazz goes Zappa

24.06.2024Round MidnightNDR KulturN.N. —   –  Details

Frank Zappa

»Jazz sei nicht tot, er rieche nur etwas komisch» – spottete Frank Zappa während eines Konzerts im Dezember 1973. Eine Äußerung, die über die Sympathie des Meisters der Musiksatire zum Jazz nicht hinwegtäuschen kann, was insbesondere ambitionierte Zappa-Projekte wie — The Grand Wazoo» oder — Hot Rats» unterstreichen. Wobei besagte Sympathie durchaus auf Gegenseitigkeit beruht, wie bereits 1970 der französische Geiger Jean-Luc Ponty mit seinem Album — King Kong» bewies. — Seitdem sind zahlreiche Jazz-Würdigungen von Zappas Musik erschienen: Einige misslungene oder eher durchschnittliche, aber auch überaus stimmige, um nicht zu sagen grandiose: Wie 2005 — Frank Zappa›s Hot Licks (And Funny Smells)» des britischen Bandleaders und Arrangeurs Colin Towns mit der NDR Bigband, zwei Jahre darauf — Les Noces De Dada» vom Z›tett des französischen Gitarristen Bernard Struber oder 2014 — Sheik Yer Zappa» – eine Liebeserklärung der italienischen Pianogröße Stefano Bollani an den Bürgerschreck von einst. Nicht zu vergessen das Duo Inventionis Mater aus Florenz, das seit seiner Gründung 2011 bereits vier Zappa-Tribut-Alben vorgelegt hat – zuletzt Anfang 2024 gemeinsam mit dem legendären Zappa-Weggefährten Napoleon Murphy Brock. — Frank Zappa im Jahr 1968.

 
 

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