Alle Artikel in der Kategorie “Ö1

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Vorreiter hinter dem Arlberg – Vom Bauen und Urlauben9 x Österreich. Erkundungen in Vorarlberg (3)

23.11.2022RadiokollegÖ1Peter Kislinger —   –  Details

hinter dem Arlberg

Vorreiter hinter dem Arlberg – Vom Bauen und Urlauben

Der erste öffentlich zugängliche Schilift Europas wurde in Vorarlberg in Betrieb genommen: 19O7 konnte man am Bödele mit dem «Schlittenlift» bequem nach oben gelangen. Zahlreiche Bergdörfer setzten auf das kommende im «Zeitalter des Skisports»: Das Kleinwalsertal, Damüls oder Gaschurn entwickelten sich zu Wintersportorten. Als der Massentourismus einsetzte, waren es wieder Vorarlberger, die den sanften Tourismus entwickelten. Nicht zufällig entstanden hier umweltfreundliche Bauten für Gäste. Vorarlberg gilt auch als Vorreiter bei moderner Holzarchitektur.

Käse im Aufschwung — Wie Vorarlberg vom Trend zum Veganen profitiert, hat Ilse Huber recherchiert

Tourismus-Pionierinnen — Rund 11.000 Menschen arbeiten in Vorarlberg direkt im Tourismus. Er ist ein Wirtschaftsmotor und für rund ein Fünftel der gesamten Wirtschaftsleistung Vorarlbergs verantwortlich. Gleichzeitig prägt er auch die Landschaft und das soziale Gefüge. Tourismus hat das Leben vieler Menschen in Vorarlberg grundlegend verändert. Er schreibt Erfolgsgeschichten, hat aber auch seine Schattenseiten. Das haben insbesondere die Frauen, viele waren Pionierinnen, im Tourismus erlebt.

 

Marion Flatz-Mäser

 
 

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Meredith Monk zum 80. Geburtstag – The Recordings

23.11.2022SpielräumeÖ1Albert Hosp —   –  Details

Meredith Monk

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. «The Recordings». ECM ehrt die unvergleichliche, innovative Künstlerin mit einer Box mit 12 CDs, ihrem gesamten akustisch registrierten Lebenswerk – bis jetzt – von «Dolmen Music» (1981) bis «On Behalf Of Nature» (2015) — «Meredith Monk – Komponistin, Sängerin, Regisseurin, Choreografin und Schöpferin neuer Opern, Musiktheaterwerke, Filme und Installationen – wurde am 20. November 1942 in New York City geboren. Sie gilt als eine der einzigartigsten und einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart und ist eine Pionierin dessen, was heute als «erweiterte Vokaltechnik» und «interdisziplinäre Performance» bezeichnet wird. — Monk schafft Werke, die an der Schnittstelle zwischen den beiden Idiomen gedeihen und neue Wahrnehmungsweisen entdecken und miteinander verweben. Ihre bahnbrechende Erforschung der Stimme als Instrument, als eloquente Sprache an und für sich, erweitert die Grenzen der musikalischen Komposition und schafft Klanglandschaften, die Gefühle, Energien und Erinnerungen zutage fördern.» (ECM)

Besser als in diesem offiziellen Pressetext lässt sich der Kontinent Meredith Monk kaum abstecken. Und doch bekommt man erst einen Begriff ihres ganzheitlichen Kunstverständnisses, wenn man ihr zuhört oder ihre Videos und Filme sieht. Aber wahrscheinlich ist das alles nichts gegen das Live-Erlebnis einer ihrer Performances. — Nun haben wir also einen wertvollen Schatz, zwölf CDs in einer Box, ein Beiheft mit 300 (!) Seiten, darin exzellente Texte und Bilder, die uns diese Künstlerin näherbringen, die wie keine andere vor ihr, radikal das Reich der Stimme erforschte und künstlerisch völlig neue Wege ging. Und damit so vielen anderen Welten öffnete. —

 
 

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DJ Krush. Zum 60. Geburtstag eines japanischen DJ-Pioniers

18.11.2022Zeit-TonÖ1Xavier Plus —   –  Details

DJ Krush

Am 29. Juli 1962 kommt in Tokyo, Japan unter dem bürgerlichen Namen Ishi Hideaki ein Junge auf die Welt, dessen Zukunft zunächst wenig rosig aussieht: Er bricht schon früh die Schule ab, tritt zuerst einer kleinen, dann einer großen und mächtigen Straßengang bei. Nach einigen Jahren in der kriminellen Unterwelt Japans beschließt er aber ebendiese zu verlassen und sich der Musik zuzuwenden. Er widmet sich den Turntables, den Beats, dem Hip Hop – DJ Krush ist geboren. — Dieses Jahr feiert er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum indem er fortsetzt was er seither macht: Er produziert Instrumental-Alben und Alben mit Rapper:innen und geht jedes Jahr auf weltumspannende Tourneen. Seine Produktionen sind geprägt durch Samples von akustischen Instrumenten, gemischt mit experimentellen Sounds. Außerdem ist er dem Jazz stehts nahe und produziert unter anderem ein Album mit dem Free Jazz-Trompeter Toshinori Kondo. Anlässlich seines 60. Geburtstag, den DJ Krush heuer gefeiert hat, unternimmt der Zeit-Ton eine Reise durch das Schaffen dieses DJs, der als einer der Pioniere des japanischen Hip Hops gilt.

 
 

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Leonard Cohen Tribute

16.11.2022SpielräumeÖ1Mirjam Jessa —   –  Details

Leonard Cohen

Blue Note veröffentlicht ein Album mit neuen Coverversionen. Doch Leonard Cohen-Songs wurden immer schon gerne und viel von anderen gesungen

— Produzent Larry Klein war 40 Jahre lang mit Cohen befreundet, in den letzten 15 Jahren besonders eng und vertraut: «Er war wahrscheinlich der weiseste und witzigste Freund, den ich je hatte.» Nun veröffentlicht er ein All Star-Album, entstanden im Lockdown, das versucht, vor allem der Poesie, den Texten gerecht zu werden. — So unterschiedliche Künstler wie Peter Gabriel, Gregory Porter, James Taylor, Iggy Pop, Luciana Souza, Sarah McLachlan, Mavis Staples und Norah Jones interpretieren ihre Lieblingssongs, wobei sie von derselben, prominent besetzten Band begleitet werden: Gitarrist Bill Frisell, Saxophonist Immanuel Wilkins, Pianist Kevin Hays, Bassist Scott Colley und Drummer Nate Smith, dazu Gäste wie Pedal Steel Gitarrist Greg Leisz und Organist Larry Golding. — Wir vergleichen die neuen Coverversionen mit älteren Neuinterpretationen und machen uns Gedanken über das Aneignen fremder Lieder und das Verhältnis zwischen Text/Poesie und Musik. Und legen eine Rose auf Leonard Cohens Grab. —

 
 

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Claudio-Abbado-Konzert – Konzertmatinee mit dem Ensemble Resonanz – Milica Djordjevic

14.11.2022Zeit-TonÖ1Philipp Weismann —   –  Details

Milica Djordjevic

Wien Modern 2022. Claudio-Abbado-Konzert mit einer Uraufführung von Milica Djordjevic

Das Claudio Abbado Konzert im Rahmen von Wien Modern ist traditionell dem großen italienische Dirigenten gewidmet, auf dessen Initiative hin das Festival 1988 gegründet wurde. In diesem Jahr gestaltete es das renommierten Ensemble Resonanz unter der Leitung von Enno Poppe. Von Poppe war im goldenen Saal des Wiener Musikvereins an jenem 6. November 2022 auch eine Komposition namens «Wald» für vier Streichquartette zu hören. Ein Streichquartett kam bei «iv 13. Miniaturen für Streichquartett. Nr.10.» von Marc Andre zum Einsatz. Die zwei uraufgeführten Werke bei der Konzertmatinee stammten von zwei Komponistinnen: Milica Djordjevic schrieb das nach einem Mineral benannte Stück «Jadarit». Und Isabel Mundry präsentierte mit «Signaturen» ein Werk für zwei Soloklaviere, zwei Streichergruppen und Schlagzeug. — Begonnen hat das Konzert höchst ungewöhnlich: Im Foyer und in der ehemaligen Kutschendurchfahrt des Musikvereinsgebäudes bewegte sich das Publikum durch die Klangräume von Georg Friedrich Haas. Dort wurde sein Stück «Open Spaces II. In memory of James Tenney» aufgeführt.

 
 

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Neue Lieder von Benjamin Clementine und Raphael Sas

14.11.2022SpielräumeÖ1Rainer Elstner —   –  Details

Benjamin Clementine

Was ist bisher alles passiert und was sind die Ziele im Leben? Diese Fragen hat sich Benjamin Clementine gestellt und musikalisch reflektiert. Vor fünf Jahren hat der Brite mit der markanten Stimme sein letztes Album herausgebraucht, inzwischen ist viel passiert: Mit dem Titel-Track zur Serie «The Morning Show» wurde er einem breiten Publikum bekannt, im sechsfach Oscar-prämierten Film «Dune» hat er eine kleine Rolle gespielt und damit seine Schauspielkarriere ins Rollen gebracht. Nicht zuletzt hat er eine Familie gegründet. Das alles reflektiert er in «And I Have Been», seinem dritten Longplayer. — Sänger, Songwriter und Schauspieler ist auch Raphael Sas (nur seine Funktion als Ö1 Sprecher hat er Benjamin Clementine voraus). «Anzengrubergasse» heißt die EP von Sas, den man auch als Gitarrist in der Band von Der Nino aus Wien kennt. Sas hat eine Hymne auf die Wiener Anzengrubergasse in Wien Margareten geschrieben, die ihm sein Herz gestohlen hat, und er fragt: «Was ist schon normal»?

Dazu stellen wir neue Lieder von Pippa und Buntspecht vor.

 
 

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Prince mit links – Die ‹Nebengschäftln› und Satellitenprojekte von Popstar Prince

13.11.2022SpielräumeÖ1Michael Neuhauser —   –  Details

Prince

Die «Nebengschäftln» und Satellitenprojekte von Popstar Prince — Prince war einer jener vor Kreativität nur so sprühenden Künstler, bei denen sich Genialität und Innovationskraft auf der einen Seite und enorme quantitative Produktivität auf der anderen paaren und nicht gegenseitig ausschließen. Und so sind nicht nur die Archive des 2016 verstorbenen Tausendsassas heute noch prall gefüllt mit unveröffentlichtem Material, es fiel auch zu seinen Lebzeiten stets noch etwas für andere ab, wenn sich Prince mit einer Überfülle an Ideen seine ureigene Schneise durch die Popindustrie bahnte. — Quasi mit links betrieb er so vor allem in den 1980er Jahren auch einige Satellitenprojekte, bei denen er – meist unter Pseudonymen – als Mastermind, Komponist und Musiker aktiv war, um jene Dinge zu verwirklichen, die ihm stilistisch nicht ganz in den eigenen Pfad passten. So entstanden etwa die Formationen The Time und The Family, die auf ziemlich vordergründige Erotik gestylten Frauen-Trios Vanity 6 und Apollonia 6 oder die fast schon als fiktional zu bezeichnende Band namens Madhouse, bei der Prince gemeinsam mit seinem Saxofonisten Eric Leeds säuberlich nummerierten Instrumental-Jazz-Funk auf zwei Alben bannte.

 
 

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Blake Mills als Ideenquelle für den Pop-Sound der Gegenwart

06.11.2022SpielräumeÖ1Xavier Plus —   –  Details

Blake Mills

Der Gitarrist, Multiinstrumentalist und Produzent Blake Mills — Der 1986 in Santa Monica, Kalifornien, geborene Blake Mills gilt trotz seiner erst 36 Lebensjahre als einer der wichtigsten Produzenten und Musiker der Popmusik der Gegenwart. Sein erstes Instrument ist die Gitarre, auf der er mit eigenwilligen Techniken und ungewöhnlichen harmonischen Ideen einen einzigartigen Sound entwickelt hat. Weiters bedient er mühelos Orgel, Klavier, Schlagzeug, Perkussion und einiges mehr. Das wussten bereits Künstler:innen wie Bob Dylan, Fiona Apple, die Alabama Shakes, Conor Oberst, Jack Johnson und viele mehr zu schätzen, sie buchten ihn als Instrumentalisten und/oder Produzenten für ihre Alben. — In den letzten Jahren hat sich Blake Mills aber auch selbst als Songwriter und Performer etabliert, das 2020 erschienene Album «Mutable Set» wurde von allen Seiten für seinen Tiefgang und seine Raffinesse gelobt. Die Spielräume Spezial präsentieren eine kleine Auswahl an Arbeiten aus dem Schaffen dieses Musikers, dessen Ideen den Pop-Sound der letzten zehn Jahre deutlich mitgeprägt haben.

 
 

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Der Jazzklavierstil, der aus dem Ragtime kommt – James P. Johnson, Wiellie “The Lion” Smith, Art Tatum und das Stride-Piano

04.11.2022SpielräumeÖ1Klaus Wienerroither —   –  Details

Art Tatum

Seit Aufkommen des Bebop in den 1940er Jahren ziehen es die Jazzpianist:innen – besonders im Zusammenspiel mit Bass und Schlagzeug – vor, die linke Hand sparsam einzusetzen. Bud Powell, einer der Väter des modernen Jazzklaviers, benützte gerne nur zwei Finger seiner linken Hand, sowohl beim Solieren als auch beim Begleiten – um eben dem Bass und dem Schlagzeug mehr Raum zu geben. Im Gegensatz dazu steht das Stride-Piano, ein Solo-Klavierstil, der in der Frühzeit des Jazz in den USA entwickelt worden ist. Die linke Hand übernimmt die Funktion des Basses und markiert die Harmonien, was aufgrund der weiten Sprünge, die dadurch fallweise zu bewältigen sind, eine große technische Herausforderung darstellt. Dies erfordert teilweise auch entsprechend große Hände, müssen doch Akkorde in Oktaven, Dezimen und teilweise sogar Duodezimen gegriffen werden. Frühe Protagonisten dieses Stils, der auf den Ragtime zurückgeht, waren die afroamerikanischen Pianisten James P. Johnson und Willie “The Lion” Smith, als absoluter Meister gilt Art Tatum. In der Swing-Ära haben auch Könner wie Teddy Wilson im Bandkontext Stride-Piano gespielt. Gerade bei Solodarbietungen greifen auch heutzutage junge Pianist:innen gerne auf diese Technik zurück. Die Spielräume-Nachtausgabe begibt sich auf eine musikalische Zeitreise und folgt den Spuren des Stride-Pianos von den Anfängen bis in die Gegenwart.

 
 

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‹Everything tends towards chaos and order› von Aleksandra Slyz

03.11.2022Zeit-TonÖ1Susanna Niedermayr —   –  Details

Aleksandra Slyz

musikprotokoll 2022. Über Chaos und Ordnung mit Aleksandra Slyz. Shape Konzert Aleksandra Slyz

Die im Auftrag des ORF musikprotokoll entstandene neue elektroakustische Mehrkanal-Komposition «Everything tends towards chaos and order» von Aleksandra Slyz für die Ambisonics-Anlage im Dom im Berg war eine Einladung mit dem ganzen Körper zu hören. Intensive Vibrationen, tonnenschwere Glissandi, die das Raum-Zeit-Gefüge zu dehnen schienen, aber auch Momente des Innehaltens ließen den Besuch in Slyzs Klanguniversum zu einer physischen Erfahrung werden, während die Klangforscherin deren Gesetzmäßigkeiten auf die Spur zu kommen versuchte, das geheimnisvolle Wechselspiel zwischen Chaos und Ordnung erkundend, das dem Leben scheinbar zu Grunde liegt. In diesem Zeit-Ton präsentieren wir Ihnen das Stück in 5.1. Außerdem hören wir in das neue Album «A Vibrant Touch» von Aleksandra Slyz hinein, das Ende September bei dem Label Warm Winters Ltd. erschienen ist.

 
 

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Lothar Knessl in memoriam

03.11.2022Zeit-TonÖ1Rainer Elstner —   –  Details

Marin Alsop

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigentin: Marin Alsop. Angélica Castelló: Star Washers (2020-2021; Österreichische Erstaufführung; Auftragswerk Baltimore Symphony Orchestra) Milica Djordjevic: O drvecu, neznosti, Mesecu (2020-2022; Österreichische Erstaufführung; Auftragswerk von WDR und Wien Modern) Matthias Kranebitter: 60 Auditory Scenes for investigating Cocktail Party Deafness (2021; Österreichische Erstaufführung; Auftragswerk von Wien Modern und Warschauer Herbst) Sara Glojnaric: SUGARCOATING #4 (2022; UA; Auftragswerk von Wien Modern und RSO Wien Mirela Ivicevic: Black Moon Lilith (2019-2021) (Übertragung aus dem Großen Konzerthaussaal, Wien in 5.1 Surround Sound).

 

Dass es an diesem Abend spürbar um das Neue, Junge und Experimentelle geht, ist genau das, was es für einen Dank an Lothar Knessl braucht: Der am 6. August 2022 im Alter von 95 Jahren verstorbene Mitbegründer von Wien Modern hat mit leidenschaftlichem Einsatz das Musikleben in Österreich entschieden verjüngt. — Angélica Castelló lenkt den Blick Richtung Himmel und Universum. Milica Djordjevic lädt mit ihrer Studie über nächtliche Klänge zur Entschleunigung. Matthias Kranebitter erforscht den psychoakustischen Cocktailparty-Effekt mit dem RSO Wien in voller Aktion. Sara Glojnaric, die jüngste der drei hier zu hörenden Erste Bank Kompositionspreisträger:innen, steigert mit einer «Mikromechanik der Perfektion» nicht zuletzt für Chefdirigentin Marin Alsop den Dichtegrad. Mirela Ivicevic zeichnet die altorientalische Dämonin Lilith im strahlenden feministischen Orchesterporträt, «unberechenbar, unbezähmbar, wild, voller Makel, unverfälscht».

 
 

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Zeit für Introspektion – Neue Alben von Arctic Monkeys, Dorian Concept und Saedi

31.10.2022SpielräumeÖ1Rainer Elstner —   –  Details

Saedi

Die langen Phasen des Zurückgeworfen-Seins auf das eigene Ich in Pandemie-Zeiten scheinen sich nun nachhaltig im Werk von Popmusiker:innen zu spiegeln. Im Falle der Arctic Monkeys haben die letzten zwei Jahre als Katalysator der bereits eingeleiteten Transformation gewirkt. Zurück zum Indie-Rock-Habitus zu gehen, zum Sound des 2013er Albums «AM», das habe geklungen wie eine Parodie, offenbarte Arctic Monkeys-Mastermind Alex Turner im FM4-Interview mit Robert Rotifer.

 

— Von Sheffield aus begann die große Karriere mit mehreren Nr.1-Alben, dann verschlug es ihn nach Los Angeles, zuletzt hat Turner aber wieder in London gelebt. Auch das dürfte eine Rolle gespielt haben, denn für «The Car», das siebente Album, hat Songwriter Turner den Sound der Band weiter umgekrempelt. Man klingt nicht mehr nach Rockband mit extrovertiertem Sänger, sondern ganz nach melancholischem Crooner, der mit Orchesterbegleitung über sein Leben grübelt.

 

— Verspielt, zärtlich und introvertiert ist auch das neue Album des Wiener Keyboard-Virtuosen Oliver Johnson alias Dorian Concept geworden. «What We Do For Others» ist am Freitag erschienen. Alle Elemente und Schichten wurden ohne Unterbrechungen aufgenommen und nicht weiterbearbeitet, heißt es in der dazugehörigen Aussendung. «Ich glaube, deshalb hat diese Platte so etwas wie einen Bandsound», so Johnson. «Ich spiele alle Arten von Tasteninstrumenten, singe und benutze Effektgeräte, um diese freien Kompositionen zu schaffen.» — — In sich versunken über der Tastatur des Klaviers, so kennt man auch Singer-Songwriterin Tania Saedi. Elf Jahre nach ihrem Solo-Debüt ist nun das neue Album «Token» unter ihrem Projektnamen Saedi erschienen. Sie hat sich Zeit genommen für den kreativen Prozess. Das merkt man den innigen Songs auch an: «Manchmal habe ich meine Probleme mit der Fu?lle und Akustik der Welt. Sie ist mir zu laut, zu schnell.» Auf «Token» versammelte sie Songmaterial aus den letzten vier Jahren.

 
 

SK-hehi