Alle Artikel in der Kategorie “Ö1

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Hip Hop – Geburtsstunde in der Bronx – New York 1973 – Vom Urknall der Popmusik (4)

02.02.2023RadiokollegÖ1Stefan Niederwieser —   –  Details

The Sugarhill Gang

Im Sommer findet in einem Häuserblock in der südlichen Bronx eine Revolution statt. Der schwarze Teenager DJ Kool Herc hatte schon einige Monate lang auf Parties vor allem rhythmische Breaks von Funk- und Soul-Platten gespielt. Auf zwei Plattenspielern wiederholt er diese Loops mit zwei Versionen desselben Breaks. Beim Back To School Jam in der 1520 Sedgwick Avenue aber beginnt er, auch kurze Passagen zu rappen. Seine Parties ziehen bald Massen an, auch weil er das lauteste Soundsystem in der Gegend besitzt. Hip Hop hat nichts erfunden, aber alles neu erfunden, wird Grandmaster Caz später sagen. Es dauert noch neun Jahre, dann erscheint mit «Rappers Delight» der erste globale Rap-Hit. Und Jahrzehnte später ist Rap die größte Musikrichtung des Planeten.

 
 

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Klingender ‹Liebesbrief› an John Hartfords Musik

01.02.2023SpielräumeÖ1Michael Neuhauser —   –  Details

John Hartford

Sam Bush und seine Hommage an den US-amerikanischen Multiinstrumentalisten und Bluegrass-Singer-Songwriter John Hartford.

 

John Hartford, geboren 1937 in New York City und aufgewachsen in St. Louis an den Ufern von Missouri und Mississippi, war eine der prägenden Persönlichkeiten der US-amerikanischen Folk-, Country- und Bluegrass-Szene: ein leidenschaftlicher Sammler und Kurator alter Lieder und Tunes, ein Geschichtenerzähler, ein hervorragender Sänger und Instrumentalist an Banjo, Gitarre, Fiddle und Mandoline, vor allem aber ein origineller Songwriter. Letzteres war sein großes Glück, denn mit seinem Song «Gentle on My Mind», der zunächst 1967 von Countrysänger Glen Campbell zum Hit gemacht und dann noch von Größen wie Elvis Presley, Dean Martin, Frank Sinatra, Alison Krauss, Johnny Cash und vielen mehr interpretiert wurde, verdiente er genug, um sich zeitlebens ohne Kompromisse ausschließlich der Musik zu widmen, die ihm Freude machte. — Doch in diesen «Spielräumen» geht es nicht nur um den 2001 verstorbenen John Hartford. Es geht vor allem um seinen langjährigen Freund, Protegé und Mitmusiker Sam Bush. Er hat kürzlich ein Album veröffentlicht, das er ganz den Songs von Hartford gewidmet und – auch er ein begnadeter Multiinstrumentalist – (fast) im Alleingang eingespielt hat. Ein – wie Sam Bush es nennt – «Liebesbrief an John Hartfords Musik, die mir so sehr am Herzen liegt».

 
 

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Punk – Keine Zukunft im CBGB’s – New York 1973 – Vom Urknall der Popmusik (3)

01.02.2023RadiokollegÖ1Stefan Niederwieser —   –  Details

CBGB NYC

Im CBGB›s treten die wichtigsten Punk-Bands der USA auf, Patti Smith, Richard Hell, die Ramones, Iggy Pop und die Stooges, Blondie und viele mehr. Kurz davor stürzt im Sommer 1973 das Mercer Arts Center im Greenwich Village ein, in dem viele Künstler:innen und Musiker:innen aufgetreten waren. Sie suchen eine neue Bleibe und finden sie im neu eröffneten CBGB›s. Das Lokal ist innen bald schon bedeckt mit Stickern und Graffiti, die Gegend ist eine der schlimmsten und gefährlichsten in Manhattan. Während im Rest der USA die klassischsten aller Classic Rock Songs geschrieben werden, vermischen sich hier Energie, enttäuschte Hoffnungen und Amphetamine zu einem brandheißen Cocktail.

 
 

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Enno Poppe bei Wien Modern 2022

31.01.2023Zeit-TonÖ1Philipp Weismann —   –  Details

Enno Poppe

Wien Modern 2022. Vier Streichquartette im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins — In seiner Komposition «Wald» ließ der deutsche Dirigent und Komponist Enno Poppe bei Wien Modern im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins vier Streichquartette aufeinandertreffen. Poppe wurde 1969 in Hemer im Sauerland geboren und gehört zu den wichtigsten Vertretern Neuer Musik im deutschen Sprachraum. — Als Dirigent arbeitet er regelmäßig mit Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble Musikfabrik und dem Ensemble Resonanz, sowie mit internationalen Orchestern. Seit 1998 ist er Mitglied und Dirigent des ensemble mosaik. Als Komponist ist Poppe ebenso vielbeschäftigt, Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von den Salzburger Festspielen, den Berliner Festspielen und vom Ensemble intercontemporain. Bei der vergangenen Ausgabe von Wien Modern dirigierte er sein Stück «Wald» für vier Streichquartette aus dem Jahr 2010. Im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins spielten Musiker:innen des Hamburger Ensemble Resonanz. Laut Poppe wird das Streichquartett in seiner Vervierfachung zu einer Art Metasatztechnik. In dieser «Zeit-Ton»-Sendung ist der Mitschnitt der eindrucksvollen Aufführung vom Sonntag, 6. November 2022 zu hören, ergänzt um andere Werke aus Poppes umfangreichem Schaffen.

 
 

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Pop mit Punk-Attitüde – Neues von der britischen Musikerin Billy Nomates

30.01.2023SpielräumeÖ1Astrid Schwarz —   –  Details

Billy Nomates

2020 veröffentlichte sie ihr selbstbetiteltes Debütalbum, auf dem sie sich über den Brexit, Alltagsprobleme in der Working Class und die britische Regierung ausließ. «Cacti» heißt nun das zweite Studioalbum von Billy Nomates, hinter der sich die in Bristol beheimatete Produzentin, Sängerin und Songwriterin Tor Maries verbirgt. — Das neue Werk bedeutet eine Richtungsänderung in puncto Sound, denn die nackte Wut von früher ist verraucht und macht geradezu hymnischen Songs Platz. Diese kleiden sich einmal in 80er-Synth-Sounds, werden ein andermal mit Klängen von Klavier und Orgel garniert, um dann wieder mit schlichter Gitarrenbegleitung auszukommen. Thematisch beschäftigt sich Billy Nomates mit den Auswirkungen der Pandemie, während der das Album entstandenen ist, zudem mit den Themen Selbstermächtigung, Liebe und Depression. — Außerdem: Pionier John Cale bringt zehn Jahre nach seiner letzten Veröffentlichung das Album «Mercy» heraus.

 
 

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Requiem für fossile Brennstoffe

26.01.2023Zeit-TonÖ1Susanna Niedermayr —   –  Details

Sam Auinger

Sam Auingers und Bruce Odlands Totenmesse für ein zu Ende gehendes Zeitalter — Am 2. Juni 1993 ging die erste «Zeit-Ton»-Sendung on air, also heuer vor 30 Jahren. Wir präsentieren in diesem Jubiläumsjahr ausgewählte Schätze aus dem reichen «Zeit-Ton»-Archiv. Heute hören Sie eine Sendung vom Dezember 2009, in der wir unsere Scheinwerfer auf eine Veröffentlichung richteten, die heute aktueller denn je ist. Auf der Welt gibt es derzeit zwei dominierende Klangfarben, stellte einer der beiden Komponisten besagten Werkes, Sam Auinger, im Zeit-Ton Interview damals fest, – «Stromtöne» und «Verbrennungsmotorentöne». Gemeinsam mit Bruce Odland hat Auinger das «Requiem for fossil fuels» geschaffen. «Irgendwann passiert›s: Große Dinge gehen zu Ende, und um sie wirklich zu begreifen, muss man das erst einmal einsehen», schreiben die beiden Künstler in einem begleitenden Text. «Jetzt gerade erleben wir das Ende unserer vom Verbrauch fossiler Brennstoffe abhängigen Lebensweise, und wir wollen das besser verstehen, indem wir die Klänge unserer Kultur im Licht der Totenmesse betrachten.» — Die ursprünglich für heute geplante Sendung über das Projekt «Modified Grounds» von Judith Unterpertinger und Katrin Hornek wird im April zu hören sein.

 
 

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Was Komponisten an Alice im Wunderland reizt – Eine musikalische Reise (3)

25.01.2023RadiokollegÖ1Alfa Faber —   –  Details

Alice im Wunderland

Ist «Alice im Wunderland» ein Kinderbuch oder ein Erwachsenenbuch? Wohl beides. Man könne «Alice» und das Fortsetzungsbuch «Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln» auch als Wegweiser für den erwachsenen Leser begreifen, dank «Alice» gelinge es Erwachsenen, in eine Welt des Spiels und damit in eine Kinderwelt zurückkehren, wie die Literaturwissenschafterin Angelika Zirker darlegt. — Für Lewis Carroll war die Kindheit eine Art des paradiesischen Zustandes, das es zu bewahren gilt. Welche Aspekte dieses Buches sind nun für Komponisten interessant? Während die koreanische Komponistin Unsuk Chin das Werk als Oper für Erwachsene begreift, betont Pierangelo Valtinoni die märchenhaften Aspekte der Geschichte. Welche Herausforderungen eine Adaption des Stoffes speziell für Kinder birgt und welche Aspekte für Erwachsene spannend sind, das sind jene Aspekte, die in dieser Folge erörtert werden.

 
 

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Pure Songwriting-Kunst – Neue Lieder aus Österreich

25.01.2023SpielräumeÖ1Andreas Maurer —   –  Details

Florence Arman

Autotune, dichten Hintergrundgesang oder Gitarrenklang-Wände wird man hier nicht finden: Im Mittelpunkt der Songs in dieser Sendung steht die Stimme, begleitet von einzelnen Instrumenten. Pures Songwriting, Gänsehaut ist garantiert. Mit Liedern von Edna Million, Florence Arman, dem Wientaler Dreigesang und Garish (gesungen von Anna Buchegger). — Die burgenländische Band Garish feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erscheint eine Reihe von Cover-Versionen. Die jüngste wird gesungen von Anna Buchegger, Starmania-Gewinnerin 2021. — Florence Arman, in Tirol geborene Wienerin mit britischem Pass, stammt aus einer Musikerfamilie: Der Vater ist Chorleiter, die Mutter Stimmtrainerin und die Brüder sind ebenfalls Profimusiker. Zunächst hat sie für andere KünstlerInnen Songs geschrieben, dann unter einem Pseudonym veröffentlicht, jetzt macht sie mit ihrem Namen eine bemerkenswerte Karriere: Ihr Konzert beim Eurosonic-Festival wurde von Arte aufgezeichnet. — Bei diesem Showcase-Festival, der wichtigsten europäischen Börse für die nächsten großen Pop-Acts, hat Oska (den Namen hat Maria Burger von ihrem älteren Bruder geborgt) vor wenigen Tagen einen der Music Moves Europe Awards gewonnen. — In gefinkelter Art und Weise hat sich Komponist Volkmar Klien mit dem Lied-Genre beschäftigt. Klien kennen Sie vielleicht aus unserem «Zeit-Ton»-Podcast, wo Volkmar mit seinem Bruder, dem Satiriker Peter Klien Neue Musik einem Härtest unterzieht. — Volkmar Klien hat jetzt eine CD mit Liedern auf Texte zum Thema Kapitalismus herausgebracht – offizielle Verlautbarungen, aber auch Wirtschafts-Theorie, verpackt in engelsgleichen Gesang des Wientaler Dreigesangs. — Am Beginn ihrer Karriere steht Edna Million. Die 20-jährige Singer-Songwriterin wurde von FM4-Kollegin Katharina Seidler fürs Radio entdeckt. Vorerst gibt es eine selbstbetitelte EP im Eigenverlag, ein Album ist in Arbeit. Ihre dunkle, tiefe, im besten Sinne reife Stimme wird man sich merken müssen. Ihre englischsprachigen Songtexte sind ausgefeilt. Dabei geht sie nicht von eigenen Befindlichkeiten aus, sondern möchte Charaktere zeichnen und Geschichten erzählen. Dieses Interesse fundiert sie auch wissenschaftlich, derzeit studiert sie in Berlin Historische Linguistik. Sie heißt Ida Turek, den Namen Edna Million hat sie dem Song Jockey Full Of Bourbon ihres Vorbilds Tom Waits entlehnt. — Ihre besondere Stimme hat zu Schulzeiten nicht immer freundliche Reaktionen der MitschülerInnen ausgelöst, etwa wenn sie im Chor bei den tiefen Stimmen mitgesungen hat. Dass sie mit diesem besonderen Timbre etwas musikalisch Großes anfangen möchte, war ihr immer klar, dafür hat sie auch ein Jahr Gesangsunterricht genommen, um die eigene Gesangsstimme besser einsetzen zu können. Ihr Gitarrespiel dient nur als Mittel zum Zweck, der Ausdruck liegt in der singulären Stimme. —

 
 

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Sound Collector & Solology

25.01.2023SpielräumeÖ1Andreas Felber —   –  Details

Alan Bartus

Lisa Hofmaningers und Judith Schwarz› Duo-Debüt «Sound Collector» und das erste Solowerk von Pianist Alan Bartus

Das Tandem der Sopransaxofonistin und Bassklarinettistin Lisa Hofmaninger und der Schlagzeugerin Judith Schwarz zieht sich als besteingespielte Achse durch eine Reihe von namhaften Ensembles der Wiener Jazzszene, vom Trio First Gig Never Happened über das Quintett chuffDRONE bis hin zum 13-köpfigen Kollektiv Little Rosies Kindergarten. — Nun sind Hofmaninger/Schwarz als Duo am Wort – und auch wieder nicht: Denn ihre CD «Sound Collector» lebt – ähnlichen dem legendären New Yorker Gespann Third Person alias Tom Cora/Samm Bennett in den 1990er Jahren – von der Kommunikation mit wechselnden Partner:innen. Mit dem türkischen Duduk-Spieler Canberk Ulas, dem Vokal-Sextett Diane Ensemble aus dem Iran, der brasilianischen Schlagzeugerin Mariá Portugal oder dem südafrikanischen Xylofon-Spieler Matchume Zango, nebst anderen. — Als Klang- und Ideensammler lässt sich auch der noch nicht 22-jährige Pianist Alan Bartus bezeichnen, wenn man seine erste CD unter eigenem Namen – «Solology» – hört. Bartus, der in der Slowakei geboren wurde und seit 2012 in Österreich lebt, wo er übrigens 2022 das Ö1-Jazzstipendium gewann, demonstriert hier eine reiche Fülle eigenwilliger harmonisch-melodischer Aggregatzustände und gibt ein Versprechen für die Zukunft ab!

 
 

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Wie Lewis Caroll die Musik inspiriert hat – Alice im Wunderland – Eine musikalische Reise (1)

23.01.2023RadiokollegÖ1Alfa Faber —   –  Details

Alice im Wunderland

Es ist eines der berühmtesten Kinderbücher der Welt: «Alice im Wunderland» des britischen Schriftstellers Lewis Carroll. Charles Lutwidge Dodgson, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, war nicht nur Autor, sondern auch Mathematiker und Theologe – sein Todestag jährt sich am 14.Jänner zum 125. Mal. Aus diesem Anlass begeben wir uns auf eine musikalische Reise durch «Alice» Vertonungen. Zahlreiche Komponisten haben sich von «Alice» inspirieren lassen, ob auf der Opernbühne, als Bühnenmusik für Theaterstücke und Ballette. Auch in der Popmusik wurden Motive aufgegriffen., wie etwa in «White rabbit» von Jefferson Airplane. — Seit Generationen begeistert Lewis Carrolls Geschichte von der kleinen «Alice im Wunderland» Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Während Kinder an Figuren wie der Grinsekatze oder dem verrückten Hutmacher ihre Freude haben und spielerisch eintauchen in die Welt der Paradoxien und Absurditäten, spricht das Buch Erwachsene auf mehreren Ebenen an: Es werden philosophische Fragen aufgeworfen, es gibt versteckte Anspielungen auf politische Ereignisse sowie Hinweise auf den gesellschaftlichen Entstehungskontext. Gleichzeitig nimmt Carroll Persönlichkeiten aus seinem Umfeld satirisch aufs Korn und setzt sich auch mit der moralisierenden Kinderliteratur seiner Zeit auseinander.

 
 

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Music is Love – In Erinnerung an David Crosby

23.01.2023SpielräumeÖ1Wolfgang Schlag —   –  Details

David Crosby

1964 startete David Crosby seine erste Karriere mit den Byrds, für die er Hits wie «Eight Miles High» schrieb. Bereits vier Jahre später begegnete er Stephen Stills zufällig auf einer Party. Ab da trafen sie sich regelmäßig privat, um miteinander zu jammen. Bald stieß Graham Nash dazu. Kaum war das Trio einmal vor Publikum aufgetreten, wurde es bereits für seinen zweiten Liveaufritt auf die Bühne von Woodstock geholt – im August 1969. — Für dieses für die Ewigkeit legendäre Konzert holten sie Neil Young, um instrumental wirksamer zu sein. Eine der großen Supergroups der Pop-Musikgeschichte war geboren. Es war auch die Zeit, in der sich Crosby in die junge Sängerin Joni Mitchell verliebte und ihr erstes Album produzierte. David Crosbys Leben war begleitet von Alkohol und Drogen, die dunkle Seite einer großen Karriere, die er eindrucksvoll in seiner Biografie «Long Time Gone», erschienen 1989, beschreibt. — Vor wenigen Tagen ist David Crosby im Alter von 81 Jahren nach langer Krankheit verstorben.

 
 

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1913 Emotionserkennung – Datenpunkte im Informationszeitalter (1)

16.01.2023RadiokollegÖ1Sarah Kriesche, Anna Masoner, Irmgard Wutscher —   –  Details

Polygraph

Ein Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges entwickelt ein junger österreichisch-ungarischer Psychologe ein Gerät, das Atmungsphasen und Puls registriert. Vittorio Benussi stellt 1913 an der Universität Graz einen Apparat vor, mit dem er ermitteln will, ob eine Versuchsperson lügt. Er kreiert damit den ersten Lügendetektor oder Polygraphen, ein Gerät also, das körperliche Reaktionen und vermeintliche Gefühle messbar macht. Der Lügendetektor ist nach dem 2. Weltenkrieg bei Polizei und Justiz vor allem in den USA sehr beliebt, bevor er als unzuverlässig eingestuft wird. — Heute ist der Wunsch, Maschinen eine Vorstellung von menschlichen Emotionen einzuprogrammieren, hoch im Kurs. So sollen Computer in der Lage sein, aus subtilen Gesichtsausdrücken, aus der Stimme oder andere Biosignalen herauszulesen, ob Bewerber für einen Job geeignet sind. Sicherheitsbehörden arbeiten mit ähnlichen Systemen, um vermeintliche Kriminalitätsbereitschaft frühzeitig zu erkennen. Können heutige hochgerüstete Systeme tatsächlich viel mehr als Benussis Lügendetektor oder ist die Gefühlsmaterie eine Nummer zu groß für nicht allwissende Maschinen?

 
 

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