Alle Artikel in der Kategorie “Aus den Archiven

Aus den Archiven ist ein Sendungsformat von Deutschlandradio Kultur

Die Ukraine ist ein Schaufenster des modernistischen Sowjet-Bauens – heute zerstören die Russen ohne Skrupel dieses architektonische Erbe

31.12.2023NewsNZZKonstantin Akinsha —   –  Details

Derschprom Gebäude

Das Derschprom-Gebäude war das Haus der staatlichen Industrie. Der Koloss des Konstruktivismus bot vielen staatlichen Behörden Platz. Das Derschprom-Gebäude war das Haus der staatlichen Industrie. Der Koloss des Konstruktivismus bot vielen staatlichen Behörden Platz. Wikimedia Commons In zwei Jahren wird Charkiw hundert Jahre Derschprom feiern, jenes ikonische Gebäude, das seit Mitte der zwanziger Jahre das Stadtzentrum dominiert. Es ist allerdings nicht vorhersehbar, in welchem baulichen Zustand das Ungetüm der sowjetisch-konstruktivistischen Architektur das Jubiläum erleben wird.

 
 

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Stimmen aus dem Nichts / Über Tonaufzeichnung, sprechende Geister und digitale Sprache

31.12.2023DeutschlandfunkStefan Zednik —   –  Details

Lautsprecher-Stimmen

Stimmen, die aus einem Lautsprecher kommen – bis vor 150 Jahren unvorstellbar. — Hörbare Worte sind Atem, Atem ist Leben – eine Gleichung, die bis zum 29. November 1877 stimmte. An diesem Tag spricht Thomas A. Edison ein Gedicht in seine neueste Erfindung, den Phonographen: eine technische Entwicklung, die bald zum Alltag gehört.

 

Man könne mit seinem Phonographen, so Edison, «die letzten Worte von Sterbenden konservieren». Und dadurch auch die Menschen am Leben erhalten? Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sind spiritistische Sitzungen in Mode, bei ihnen sollen die Stimmen Verstorbener wiedererweckt werden. Beide Entwicklungen, die technische und die esoterische, kratzen an der menschlichen Grunderfahrung, dass wer spricht auch existiert. Das Feature spürt diesen Zusammenhängen nach und beobachten die gleiche Irritation auch im Heute. Denn mittlerweile werden Existenzen durch Stimmen nicht nur konserviert – sie werden kreiert. Die Bahnhofsansage, das Navigationsgerät, Siri und Alexa: Wieso gewöhnt sich der Mensch an Stimmen, hinter denen kein Mensch mehr existiert?

 
 

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David Mamet nennt die Bücher, die das wahre Hollywood erklären

31.12.2023NewsThe New York TimesN.N. —   –  Details

David Mamet

Sunday Book Review —NACH DEM BUCH — «Man muss zwischen den Lügen lesen», schlägt er vor und setzt sein eigenes «Everywhere an Oink Oink» ganz oben auf die Liste. — Was war das letzte großartige Buch, das Sie gelesen haben? — — «Eine Reise in die Sklavenstaaten an der Küste» von Frederick Law Olmsted. Beachten Sie auch: «The Life of George Brummell, Esq., Commonly Called Beau Brummell» von Captain Jesse und «A Diary in America» von Frederick Marryat. Genießen. — Kann ein großartiges Buch schlecht geschrieben sein? — — Wenn es schlecht geschrieben wäre, wie könnte es ein großartiges Buch sein? Vielleicht, wenn es großartige Ideen enthalten würde? Nach wem? Der Schriftsteller? Wer ist gestorben und hat ihm den Boss hinterlassen? Nach Einschätzung des Lesers? Wenn ich das bin, nein, warum sollte ich dann die Ideen eines Lachses würdigen, der nicht wusste, dass er nicht schreiben kann? Große Prosa zu lesen ist eine meiner größten Freuden. Wenn ich das Buch, das ich lese, neu schreibe, werfe ich es nicht nur weg, ich recycel es auch nicht. — Was ist Ihr Lieblingsbuch, von dem noch niemand gehört hat? — — «Die Brieftasche des Kai Lung» von Ernest Bramah. — Welche Romane oder Romanautoren bewundern Sie für ihre Dialoge? — — George V. Higgins. — Welche Bücher fangen Hollywood und die Herausforderung des Filmemachens am besten ein? — — Das beste Buch über Hollywood ist mein «Everywhere an Oink Oink: An Embittered, Dyspeptic and Accurate Report of Forty Years in Hollywood». —

 
 

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5 Millionen Pesos: Yvonne Moriel

31.12.2023JazznachtÖ1Andreas Felber —   –  Details

Yvonne Moriel

Saxofonistin Yvonne Moriel im Gespräch

Die Tiroler Saxofonistin und Flötistin Yvonne Moriel darf als eine der Aufsteigerinnen der letzten Jahre im österreichischen Jazz bezeichnet werden. Einerseits ist sie etwa in den Orchestern von Christoph Cech, Christian Muthspiel und Ralph Mothwurf als Mitglied und Solistin im Einsatz, andererseits hat sie mit eigenen Quartettaufnahmen auf sich aufmerksam gemacht: In den Jahren 2020 und 2021 sind die EPs «Dreamers» und «Sweet Life» erschienen, in deren Kontext Moriel Jazz mit Dub, HipHop und elektronischen Sounds verbindet, und in dem sie mit ihrem energievoll geblasenen Altsaxofon markante improvisatorische Spuren zieht.

 

Andreas Felber bitte Yvonne Moriel, deren Weg zur Musik über ein Medizin-Studium führte, zum Gespräch. — Yvonne Moriel und ihr «Sweet Life»-Quartett im Wiener RadioKulturhaus

Am 14. Dezember 2023 gastierte Yvonne Moriel mit ihrem «Sweet Life»-Quartett im Rahmen der Reihe «5 Millionen Pesos» für jungen Jazz in und aus Österreich im Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses. Gemeinsam mit Trompeter Lorenz Widauer, Keyboarderin Stephanie Weninger und Schlagzeuger Raphael Vorraber brachte die Tiroler Saxofonistin dabei Stücke aus ihren bisherigen Veröffentlichungen zu Gehör und servierte zudem neue, Dub- und HipHop-infizierte Kompositionen, in denen Lorenz Widauer und sie selbst auch als Solist:innen Substanzvolles zu sagen hatten. — Anschließend, ab etwa 2.20 Uhr: Jazz von Musiker:innen aus Tirol, u. a. vom Frauen Jazz Orchester, vom Rita Goller Trio, Anna Schneggs und Katharina Kurz› Band Kaanthina, Martin Philadelphys Projekt Woina und dem Sam Siefert Ensemble Project.

 
 

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Ukraine: Haben Kommandoposten auf der Krim zerstört

31.12.2023NewsThe New York Timesdpa —   –  Details

Luftwaffenstützpunkt Saky

Ukraine meldet erfolgreichen Angriff auf der Krim — Das ukrainische Militär will erneut eine russische Kommandozentrale auf der Krim zerstört haben. «Aerodrom Saky: Alle Ziele sind abgeschossen», schreibt Luftwaffenchef Mykola Oleschtschuk auf Telegram. Ukrainische Medien berichteten, Anwohner hätten Explosionen vernommen. Der Flugplatz Saky an der Westküste der annektierten Halbinsel, etwa 60 Kilometer nördlich von Sewastopol, ist ein großer Stützpunkt der russischen Luftwaffe, den die Ukraine wiederholt mit Drohnen oder Raketen angegriffen hat. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erst vor zwei Tagen einen Kommandoposten der russischen Armee bei Sewastopol attackiert. — Selenskij will mehr Waffen in der Ukraine produzieren lassen — Die Ukraine soll nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij ihre Rüstungsproduktion massiv hochfahren. «Wir arbeiten so hart wie möglich daran, dass unsere Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sich in diesem Jahr bei einem erheblichen Teil ihrer Aktionen auf unsere eigene ukrainische Produktion stützen können», sagte er in seiner täglichen Videoansprache. Die Ukraine müsse auf jede Art russischen Terrors, auf jede Verstärkung russischen Drucks eine entsprechende Antwort geben. — Ehefrauen russischer Soldaten üben Protest — Mit einer Protestaktion haben Ehefrauen von in der Ukraine kämpfenden Russen gegen den weiteren Einsatz ihrer Männer demonstriert. Unter anderem legten sie Blumen an Soldatenfriedhöfen nieder, wie aus Medienberichten hervorgeht. «Unser Präsident hat das Jahr 2024 zum Jahr der Familie deklariert, doch unsere Familien, nämlich die der Mobilisierten, zählen wahrscheinlich nicht als Bürger Russlands», zitierte das oppositionelle Internetportal Sota eine Beteiligte. Dazu veröffentlichte das Medium auf seinem Telegram-Kanal Bilder der Aktionen. — US-Institut warnt vor neuer russischer Offensive im Gebiet Charkiw — US-Militärexperten warnen vor einer möglichen neuen Offensive Russlands im Nordosten der Ukraine.

Ukraine muss weiter auf moderne westliche Kampfjets warten — Die Lieferung der ersten dänischen F-16-Kampfjets an die Ukraine verzögert sich um bis zu sechs Monate. Es werde nun erwartet, dass die sechs Maschinen erst im zweiten Quartal dorthin geschickt werden können, teilte das Verteidigungsministerium in Kopenhagen der Zeitung Berlingske mit. Im Sommer, als sich eine sogenannte Kampfjet-Koalition mehrerer Staaten bildete und ihre Pläne bekanntgab, der Ukraine moderne Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, hatte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die Hoffnung geäußert, die Jets könnten um den Jahreswechsel herum geliefert werden. Allerdings sind einige Bedingungen für den Einsatz der F-16 noch nicht erfüllt, wie es nun vom Verteidigungsministerium hieß. Dabei gehe es etwa um die Ausbildung der ukrainischen Piloten. Der Zeitplan hängt von Faktoren wie dem Material und den Wetterbedingungen ab. — SPD und Grüne machen Druck auf Scholz in Sachen Taurus-Marschflugkörper — Der Druck auf Kanzler Olaf Scholz (SPD) zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die von Russland angegriffene Ukraine wächst. Politikerinnen und Politiker von Grünen, FDP und CDU betonen in der Rheinischen Post die Notwendigkeit dieser Waffen und machen Scholz teils schwere Vorwürfe: «Die Lieferung der Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine ist längst überfällig», sagte etwa Sara Nanni,

CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte, dass Russland sich durch die Schwäche des Westens und ausbleibende Taurus-Lieferungen bestärkt sehe. «Deshalb ist die mangelnde Unterstützung nicht nur unterlassene Hilfeleistung, die die ukrainischen Opferzahlen hochtreibt, sondern sie ist de facto eine Unterstützung Russlands.» Taurus sei wichtig, «weil dieses System so effektiv ist und damit Versorgungs- und Kommandostrukturen weit hinter der Front ausgeschaltet werden können». — Selenskij zeichnet Baerbock, Strack-Zimmermann und Hofreiter mit Orden aus — Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) wegen ihrer Unterstützung für sein Land mit einem Verdienstorden ausgezeichnet. Auch die Parlamentarier Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Anton Hofreiter (Grüne) wurden mit ukrainischen Orden geehrt. — Russland bietet Menschen in Belgorod Evakuierung an — Wegen anhaltender Angriffe der Ukraine auf die russische Stadt Belgorod bieten russische Behörden den Menschen dort an, sie an andere Orte zu bringen. «Ich sehe mehrere Aufrufe in den sozialen Medien, in denen die Menschen schreiben: ‹Wir haben Angst, helft uns, an einen sicheren Ort zu kommen‹, sagte der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, in einer Videobotschaft. «Natürlich werden wir das tun. Wir haben bereits mehrere Familien umgesiedelt», fügte er hinzu. Die Menschen, so heißt es weiter, sollten in die Städte Stary Oskol und Gubkin gebracht und unter «komfortablen Bedingungen» einquartiert werden.

— Ukraine startet wohl größeren Angriff auf die Krim — Weißes Haus: Russland hat in der Ukraine Raketen aus Nordkorea eingesetzt

 
 

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Jazz Vibes / Jazz ohne Schlagzeug

31.12.2023Jazznacht: Aus dem ArchivÖ1Xavier Plus —   –  Details

Tarkovsky Quartett

Jazz Vibes

Im Mittelpunkt dieser Ö1 Jazznacht-Doppelstunde, die «Jazz Vibes» wörtlich nimmt, steht das Vibraphon. Präsentiert werden Formationen wie das Modern Jazz Quartet, das Dave Holland Quintet, Chien Chien Lu, Patricia Brennan und Flip Philipp. — Jazz ohne Schlagzeug

Eine Ö1 Jazznacht-Stunde die gänzlich ohne Schlagzeug auskommt. Interessante Formationen ohne pulsgebende Trommeln und Becken wie das Tarkovsky Quartett, das Carla Bley Trio und das Jimmy Giuffre Trio stehen im Fokus.

 
 

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Solitär der Bühne / Zum Tod von Volksbühnen-Star Hendrik Arnst

31.12.2023NewsThe New York TimesPeter Laudenbach —   –  Details

Hendrik Arnst

Er war Stammspieler der alten Castorf-Volksbühne in Berlin und in jeder Hinsicht ein schauspielerisches Schwergewicht: Hendrik Arnst ist gestorben. — Für die Theaterwelt beginnt das Jahr mit einer traurigen Nachricht: Der Schauspieler Hendrik Arnst ist nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Er war, über Jahrzehnte ein Fels in der Bühnen-Brandung der alten Castorf-Volksbühne, in jeder Beziehung ein schauspielerisches Schwergewicht.

 
 

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Rudern und Denken. Der Philosoph und Olympiasieger Hans Lenk

31.12.2023Menschen und ihre MusikÖ1Petra Herczeg-Rosenberg —   –  Details

Hans Lenk

Der Philosoph Hans Lenk —Der Philosophieprofessor ist 88, lebt in einem kleinen Ort in der Nähe «seiner» Universität in Karlsruhe. Circa 150 Bücher hat er verfasst – er, dem ein Glücksfall einen Lehrer geschickt hat, der ihn auf praktisch allen Ebenen gefördert hat, wie in Mathematik. Sein Interesse für Logik, Physik und Philosophie hat er geweckt und als Sporttrainer hat er Hans Lenk zum Olympiasieger gemacht: Rom 1960, Deutschland gewinnt den Wettbewerb im Ruder-Achter. «Ratzeburger Gold-Achter» wird man ihn später nennen. — Für seinen Lehrer und gefeierten Trainer Karl Adam wird es nicht der einzige Sieg bei olympischen Spielen bleiben.

 

Lenk habilitierte sich in Philosophie und Soziologie, trainierte selbst einen deutschen Weltmeister-Ruderachter, war jahrelang Vorsitzender des Institut International de Philosophie, der Weltakademie der Philosophen. Lenk hat sich schon vor 40 Jahren mit Problemen auseinandergesetzt, die heute die «letzte Generation» bewegen. Da schrieb er solche Sätze: «Wir können es uns schon heute und besonders künftig nicht mehr leisten, die drängenden ethischen Probleme der Technik und der angewandten Wissenschaften zu vernachlässigen.»

 
 

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Daniel Hope stellt den Pianisten Alfred Grünfeld vor

31.12.2023PersönlichWDR 3Daniel Hope —   –  Details

Alfred Grünfeld

Zu den berühmtesten Pianisten des 19. Jahrhunderts gehört der in Prag geborene Alfred Grünfeld, dessen 100. Todestag sich am 4. Januar 2024 jährt. Daniel Hope erinnert an den Virtuosen. — Am 4. Januar 1924 ist der Pianist Alfred Grünfeld in Wien gestorben. Daniel Hope führt durch das Leben des Klaviervirtuosen.

 
 

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Musikalische Mutmacher – Und wo bleibt das Positive, liebe Spielräume?

31.12.2023SpielräumeÖ1Rainer Elstner, Astrid Schwarz u.a. —   –  Details

Marion Rampal / Archie Shepp

Silvester Spielräume — «Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt.», antwortet Erich Kästner sich selbst in seinem Gedicht «Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner?», das heute, mit all unseren multiplen Krisen und Kriegen, dem allgegenwärtigen Schrecken, nur so strotzt vor Aktualität. Dass es über 90 Jahre alt ist, beweist, dass der Weltuntergang eine Wiederaufnahme ist, eine Reprise, die immer wieder neu geprobt wird. — An diesem pessimistischen Punkt hält die Spielräume-Redaktion inne und sagt: Stopp! Wir sind überzeugt, Musik kann – fast – alles. Daher betrachten wir sie auch als probates Mittel, all dem seelisch zu begegnen. Patentrezepte werden allerdings keine ausgestellt. Fünf Musikredakteure und zwei Musikredakteurinnen – das bedeutet gefühlt 17 verschiedene musikalische Therapieansätze und so kontrovers wie kurios geführte Diskussionen darüber. — Die Welt – so die Annahme – ist besser als ihr Ruf. Wir schnüren also einen Rucksack voller Goodies für Sie, um zuversichtlich ins neue Jahr überzusetzen, und zitieren zum Schluss – kein hartes Ei ohne Salz – noch einmal Erich Kästner: «Wird›s besser? Wird›s schlimmer?», fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!»

Gestaltung: Rainer Elstner, Astrid Schwarz, Johann Kneihs, Albert Hosp, Mirjam Jessa, Andreas Felber und Wolfgang Schlag

 
 

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Der ‹Zigeuner’baron› von Johann Strauß Sohn

31.12.2023KonzertWDR 3Kirsten Betke —   –  Details

Zigeuner-baron

In der goldenen Ära der Wiener Operette wird 1885 der «›Zigeuner›baron» im Theater an der Wien uraufgeführt.

 

Heute kann der Titel der Erfolgsoper wegen der abwertenden Fremdbezeichnung nicht mehr ohne Gänsefüßchen auskommen. Das Bühnengeschehen voller Witz und Tempo spiegelt die Konflikte im ethnisch-kulturellen Schmelztiegel Österreich-Ungarns und das Kriegsgebaren der Bevölkerung. Dabei hinterfragt die Operette ihre eigenen Klischees: In der Geschichte um den Abenteurer Sándor, der die Tochter des Schweinzüchters heiraten will und sich damit zum ‹Zigeuner›baron ernennt, wird die Sphäre der Roma wird zu einem attraktiven Gegenentwurf zu Spießertum und Standesdünkel. Am Silvesterabend warten wir mit einer historischen Aufnahme der Bayerischen Staatsoper von 1969 auf, zu deren Starbesetzung Nicolai Gedda und Hermann Prey und gehören. — Graf Peter Homonay: Hermann Prey, Bariton — Conte Carnero: Wolfgang Anheisser, Bariton — Sándor Barinkay: Nicolai Gedda, Tenor — Kálmán Zsupán: Kurt Böhme, Tenor — Arsena: Rita Streich, Sopran — Mirabella: Gisela Litz, Mezzosopran — Ottokar: Willi Brokmeyer, Tenor — Czipra: Biserka Cvejic, Mezzosopran — Saffi: Grace Bumbry, Sopran

Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper München — Leitung: Franz Allers

 
 

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Alexander Pollak: An der Kippe

31.12.2023MenschenbilderÖ1Rainer Elstner, Astrid Schwarz u.a. —   –  Details

Alexander Pollak

Hoffnungen und Befürchtungen für 2024. Zum Jahresende macht sich Alexander Pollak vom Verein «SOS Mitmensch» Gedanken zur Lage der Nation. — Seit 12 Jahren ist Alexander Pollak (50) Co-Geschäftsführer und Sprecher des Menschenrechts-Vereins «SOS Mitmensch», einer 1992 als Reaktion auf das Anti-Ausländer-Volksbegehren begründeten NGO, die sich auf vielen Ebenen für Gleichberechtigung und Chancengleichheit einsetzt. Auch deshalb, weil jede Diskriminierung bei den Betroffenen das Vertrauen in unseren Rechtsstaat schwächt und somit – neben vielen anderen gefährlichen gesellschaftspolitischen Entwicklungen – dazu beiträgt, unsere Demokratie zu destabilisieren. — Um seine Unabhängigkeit zu gewährleisten, verzichtet «SOS Mitmensch» auf staatliche Vereinssubventionen und finanziert seine Menschenrechtsarbeit ausschließlich durch private Spenden und Beiträge. Zu ihren Schwerpunkten zählen neben den Bereichen Integration, Asyl und Antirassismus auch die Bekämpfung von Armut und sozialer Benachteiligung. Denn die für viele Bevölkerungsgruppen immer prekärer werdende Lage erweist sich ebenfalls zunehmend als Bedrohung für die Stabilität des ganzen Landes. — Kurz vorm Jahresende macht sich Alexander Pollak daher entsprechend dringliche Gedanken über die gröbsten Versäumnisse des vergehenden und die vordringlichsten Herausforderungen des kommenden Jahres. — Die Musik in den Gedankenpausen bietet einen Querschnitt durch das vielfältige Werk eines der Mitbegründer und des ersten Sprechers und Co-Vorsitzenden von «SOS Mitmensch». Eines Künstlers, der die Anliegen und Ziele des Vereins Zeit seines Lebens verkörpert hat, wie kein anderer in Österreich: Willi Resetarits. Zu hören sind die schönsten Nummern der beiden Festkonzerte anlässlich seines 70. Geburtstags: Im Jänner 2019 trat er an zwei Abenden mit all den vielen verschiedenen Bands und Formationen auf, mit denen er im Lauf seines Lebens musiziert hatte. Eine Doppel-CD mit den Highlights dieser Konzerte ist kürzlich erschienen. —

 
 

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