Alle Artikel in der Kategorie “Aus den Archiven

Aus den Archiven ist ein Sendungsformat von Deutschlandradio Kultur

Neues aus NRW: Fabian Dudek und Philipp Brämswig

23.05.2024 JazzWDR 3Odilo Clausnitzer —   –  Details

Fabian Dudek

«Komponist, Improvisator» steht in dieser Reihenfolge auf Fabian Dudeks Homepage. Der Kölner Altsaxofonist denkt auch als Spieler immer über den Tellerrand eingeschliffener Formen. Jetzt ist ein neues Album mit seinem Quartett erschienen. — In der Musik seines Quartetts verbindet Fabian Dudek Groove, Klangfarbenreichtum und brennend intensives Solospiel mit kühner Formgebung. Auf «Distant Skies, We Dream» prallen die Aromen aufregend aufeinander. — So ziemlich alles, was man sich von einem zeitgenössischen Jazzrock-Gitarrentrio nur wünschen kann, bringt das von Philipp Brämswig mit: Filigran und druckvoll können die drei Kölner klingen, geschmeidig, erdig oder funky. Spannende Stücke und große Improvisationskunst haben sie sowieso zu bieten. Ein Blick auf «Catalyst», das neue, zweite Album der Band.

 
 

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Die deutsche Verfassung braucht ein Update

23.05.2024NewsZEIT OnlineGeorg Diez und Philipp von der Wippel —   –  Details

Anton Pfeiffer

Die Zeit, in der das Grundgesetz entstand, war eine Zeit ohne Klimawandel und vor der digitalen Revolution. Nun braucht es neue Begriffe – zum Beispiel Verantwortung. — Wäre es doch nur einmal wieder so: Im ehemaligen Gästeschlafzimmer des Bayernkönigs Ludwig II. im alten Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel eröffnet am 10. August 1948 Staatsminister Anton Pfeiffer die Tagung, die den Grundstein für eine künftige deutsche Verfassung legte. — Gesellschaft ist Veränderung. Was bedeutet das aber für die Konstanten der Gesellschaft, etwa die Verfassung, die in Deutschland als Grundgesetz funktioniert und heute das 75. Jubiläum feiert? Es ist eine Frage, die in vielem zentral ist für das Wirken und vor allem für die Resilienz von Demokratie in Zeiten ihrer offensichtlichen Verwundbarkeit. — Diese Verwundbarkeit führt dazu, dass das, was gerade gefeiert wird, das Grundgesetz und die deutsche Demokratie, die daraus seit 1949 erwuchs, in vielem als gesetzt gelten –Veränderung wird in diesem Moment als Gefahr gesehen. Der Gedanke: Selbst wenn diejenigen an die Macht kommen würden, die die Demokratie, so wie sie das Grundgesetz in Würde und Toleranz skizziert, abschaffen wollen, halten die Strukturen. So die Hoffnung. Und es ist einer der Widersprüche unserer Zeit, dass das zugleich richtig und nicht richtig oder jedenfalls nicht ausreichend sein kann. Wir sind überzeugt, dass das Jubiläum der richtige Zeitpunkt ist, auf dem großen Erfolg der vergangenen 75 Jahre aufzubauen und das Grundgesetz weiterzuentwickeln. — — Das Grundgesetz entstand in einer spezifischen historischen Situation. Es ist geschrieben unter den Eindrücken der beiden Weltkriege sowie der faschistischen Zerstörung der Weimarer Republik. Die ersten Artikel sind Bekenntnis, Versprechen und Ideal zugleich. — Die Würde des Menschen ist unantastbar.» Das Grundgesetz ist in vielem geprägt vom Holocaust, in dem in unvergleichbarer Weise keine Menschenwürde galt – so markiert dieses Bekenntnis einen Neustart. —

 
 

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Spanische Klänge aus Graz

22.05.2024Das Ö1 KonzertÖ1N.N. —   –  Details

Petrit Ceku

Recreation – Das Orchester, Dirigent: Paul Goodwin; Petrit Ceku, Gitarre. Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin; Joaquín Rodrigo: Concierto de Aranjuez; Juan Crisóstomo Arriaga: Sinfonie D-Dur (aufgenommen am 13. Mai im Grazer Stefaniensaal in 5.1 Surround Sound)

 
 

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Stimmen vom Balkan

22.05.2024LeporelloÖ1Kaspar Arens —   –  Details

Natasa Mirkovic

Seit sechs Jahren leitet Nata a Mirkovic das Vokalensemble “Glas”, zu Deutsch: Stimme. Der Frauenchor hat sich der südosteuropäischen Folklore verschrieben und präsentiert mit Liedern aus Bulgarien, Kroatien, Rumänien oder Griechenland das breite musikalische Spektrum der Balkanländer. Die Sängerinnen des 16-köpfigen Ensembles kommen aus Slowenien, Kroatien, Bosnien, Griechenland, Bulgarien, Ungarn und Österreich. Am Mittwoch, dem 22. Mai treten sie in der Wiener Sargfabrik auf. Letztes Jahr erschien unter dem Titel “Zrno” ihre erste CD.

 
 

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Musikalisches Reagieren auf die Welt / Sophie Tassignon und Gabriela Martina

22.05.2024SpielräumeÖ1Andreas Felber —   –  Details

Sophie Tassignon

Neue Alben der Sängerinnen Sophie Tassignon und Gabriela Martina — Zwei europäische Sängerinnen setzen sich jeweils auf eigene Weise mit der Gegenwart auseinander. Die nach 13 Jahren in den USA wieder in der Alten Welt lebende Schweizerin Gabriela Martina denkt in — States» über ihre frühere Wahlheimat nach – und bedient sich dabei auch einer Paraphrase von Franz Schuberts — Erlkönig». — Sophie Tassignon hingehen, die vor vielen Jahren in Berlin sesshaft gewordene Belgierin, legt mit — Khyal» ein Album vor, in dem sei erstmals auf Arabisch singt: Folge der Kontakte zu syrischen Flüchtlingen, die sie seit 2015 geknüpft hat. Die polyglotte Sängerin erschließt sich so selbst neue Ausdruckssphären.

 
 

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Eine Frau flieht vor einer Nachricht (3/3)

22.05.2024HörspielNDR KulturNorbert Schaeffer —   –  Details

Frau und Wüste

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von David Grossman — Um der eventuellen Nachricht vom Tod ihres Sohnes Ofer zu entkommen, hat sich Ora in Panik Avram gekrallt, Ofers leiblichen Vater. Sie hat ihn seit Jahren nicht gesehen. Er vegetiert tablettenumnebelt vor sich hin, nachdem ihn die Ägypter im Krieg gegen Israel halb tot gefoltert hatten. Beschwörerisch, scheherazadegleich beginnt Ora nun, ihm beim Wandern alles zu erzählen, ihr Leben, Ofers Geburt und Kindheit – als ob sie den gemeinsamen Sohn in Avrams Bewusstsein implementieren müsse und als ob einzig das Erzählen und Erinnern den Tod bannen könne. — Eine Frau flieht vor einer Nachricht — Besetzung — Kathrin Angerer (Ora, 16 Jahre), Tobias Diakow (Avram, 16 Jahre), Anton Pleva (Ilan, 16 Jahre), Inaam Wali (Schwester/Frau), Martina Gedeck (Ora, 52 Jahre), Michael Evers (Avram, 52 Jahre), Christian Redl (Ilan, 52 Jahre), Stefan Haschke (Ofer, 21 Jahre), Ben Marten Lange (Ofer, 6 Jahre), Ramin Yazdani (Sami), Elisabeth Burchhardt (Frau), Bounoura Kamel Abdel Nasser (Soldat 3/Funk 3), Jonas Frank (Reporter), Mirco Kreibich (Sprecher) — Übersetzung — Anne Birkenhauer — Bearbeitung — Norbert Schaeffer — Komposition — Martina Eisenreich — Technische Realisierung — Rudolf Grosser, Katja Zeidler, Sven Kohlwage, Sabine Kaufmann — Regieassistenz — Dorothea von Hindte, Wolfgang Seesko — Regie — Norbert Schaeffer — Dramaturgie — Susanne Hoffmann — Redaktion — Thilo Guschas — Produktion — NDR 2012 —

 
 

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Eine Art Wunder / International Booker Prize an Jenny Erpenbeck

22.05.2024NewsZEIT OnlineVolker Weidermann —   –  Details

Jenny Erpenbeck

Als erste deutsche Schriftstellerin wurde Jenny Erpenbeck mit dem International Booker Prize ausgezeichnet. Zu Recht, ihr Roman — Kairos» ist ein literarischer Triumph. — Was für ein Triumph war das am gestrigen Dienstagabend in der Tate Modern in London, für die deutsche Literatur, für Jenny Erpenbeck und ihren Übersetzer Michael Hofman, als den beiden auf der Bühne dieser kleine silberne Pokal übergeben wurde. Der International Booker Prize ist die wichtigste Auszeichnung für ein ins Englische übersetztes literarisches Werk. Bislang war noch kein im Original deutschsprachiges Werk mit diesem Preis prämiert worden. Jenny Erpenbeck hat es mit ihrem Roman Kairos geschafft. — — Ich komme aus einer Familie von Schriftstellern», hat sie am gestrigen Abend auf der Bühne mit Pokal in der Hand gesagt. Und ging kurz die Annalen ihres Lebens durch, die Großeltern Schriftsteller, der Vater, die Mutter Übersetzerin aus dem Arabischen, unter anderem des Werkes des ägyptischen Nobelpreisträgers Nagib Mahfuz. Und auch die, die nichts veröffentlicht haben in ihrem Leben, wie ihre andere Großmutter, die Näherin und Sekretärin, waren Schreibende, ein Leben lang und hätten eben Briefe geschrieben. Und wer einmal das Glück hatte, die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck in ihrer Wohnung im Berliner Prenzlauer Berg zu besuchen, der weiß, dass sie inmitten all dieser Erinnerungen und Schriftstücke ihrer Vorfahren lebt. Mit ihnen lebt, darin liest und daraus neue Werke schafft. — Über ihr literarisches Vorbild, die österreichische Dichterin Christine Lavant, hat Jenny Erpenbeck geschrieben: — Durch Einsamkeit, Enttäuschungen, Todesnähe hindurchgehen und im Jenseits der Unbotmäßigkeit, der Auflehnung ankommen, das gelingt nur wenigen. Wie Christine Lavant sich allen Widrigkeiten zum Trotz und aus eigener Kraft zu der Person, die sie sein wollte, gemacht hat – das ist unerklärlich und beispielhaft.» — —

 
 

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Charles Aznavour zum 100. Geburtstag

22.05.2024Der Stichtagradio3Katrin Krämer —   –  Details

Charles Aznavour

Charles Aznavour — Er wurde der — französische Frank Sinatra» genannt – der französisch-armenische Schauspieler, Liedtexter, Komponist und Sänger mit der rauen Stimme. Er hat über 1300 Chansons komponiert, mehr als 180 Millionen Platten verkauft und in über 60 Filmen mitgewirkt – unter anderem mit den beiden Starregisseuren Volker Schlöndorff und François Truffaut. Seine Prominenz auf der ganzen Welt hat er für seinen Kampf für die Anerkennung der Gräueltaten an den Armeniern als Völkermord eingesetzt. Gesungen hat er in mehreren Sprachen – auch auf Deutsch. Dabei stand der Text seiner Chansons immer im Vordergrund. —

 
 

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