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Jerry West, einer der größten Basketballspieler, stirbt mit 86 Jahren

12.06.2024News: NachrufeThe New York TimesBruce Weber —   –  Details

Jerry West

Er war ein treffsicherer, punktestarker Hall of Fame-Guard der Lakers und später ein Manager des Teams. Sein Bild wurde zum Logo der NBA. — Jerry West wurde im NBA-Finale 1972 gegen die New York Knicks von Walt Frazier bewacht. Als die Lakers in diesem Jahr die Meisterschaft gewannen und damit ihre Niederlage gegen New York im Finale 1970 rächte, sprach West nach dem letzten Spiel mit einem enormen Gefühl der Erleichterung. — Jerry West, der aus dem Kohlerevier West Virginias kam und einer der größten Basketballspieler wurde, eine prägende Figur in der Geschichte der Los Angeles Lakers und buchstäblich eine Ikone des Sports – seine Silhouette ist auf dem Logo der National Basketball Association zu sehen – starb am Mittwoch. Er wurde 86 Jahre alt. — Die Los Angeles Clippers gaben seinen Tod bekannt, gaben aber keine weiteren Einzelheiten bekannt. West war in den letzten Jahren als Berater für das Team tätig. — Vier Jahrzehnte lang spielte West – zunächst als Spieler und später als Scout, Trainer und Führungskraft – eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der NBA im Allgemeinen und der Lakers im Besonderen. Dies begann im Jahr 1960, als das Team von Minneapolis nach Los Angeles umzog und er deren erste Wahl im Draft war. — Er gewann mit mehreren Generationen von Laker-Teams und Laker-Stars Meisterschaften und war in jeder seiner 14 Saisons ein All-Star. Aber abgesehen von seinem langjährigen Teamkollegen, dem großartigen Stürmer Elgin Baylor , der ohne Meisterschaft in den Ruhestand ging, hat es wohl nie einen größeren Spieler gegeben, der unter der ständigen Frustration litt, fast am Ziel zu sein, die West den Großteil seiner Karriere auf dem Platz verfolgte. — Während seiner Amtszeit brodelte es bei den Lakers fast ununterbrochen um die Meisterschaft, doch West hatte das Pech, zu einer Zeit zu spielen, als die Boston Celtics mit Bill Russell im Center auf dem Höhepunkt ihrer Unbezwingbarkeit waren – sie schlugen die Lakers sechs Mal im Finale. — Erst als die Lakers mit Wilt Chamberlain ihren eigenen Giganten verpflichteten, gelang ihnen der Triumph. Doch selbst dafür waren vier Saisons nötig – und sie mussten 1970, nämlich gegen die Knicks, ihre siebte Finalniederlage einstecken. — Die Lakers gewannen 1971-72 69 Spiele, ein damaliger Rekord – die Chicago Bulls gewannen 1995-96 72 und die Golden State Warriors 2015-16 73 – darunter eine Serie von 33 Siegen in Folge, die bis heute unerreicht ist. Als sie ihre Niederlage gegen die Knicks rächten und die Meisterschaft 1972 gewannen, sprach West nach dem letzten Spiel mit einem kolossalen Gefühl der Erleichterung und erinnerte sich daran, dass sein Durst nach dem ultimativen Sieg schon vor seinem Einstieg in die Profiliga begonnen hatte. 1959, in seinem Juniorjahr an der West Virginia University, schaffte es sein Team bis ins nationale Finale gegen Kalifornien, verlor dort aber nur knapp mit einem einzigen Punkt. — «Das letzte Mal, dass ich eine Meisterschaft gewonnen habe, war in der 12. Klasse», sagte West, nachdem er 23 Punkte erzielte, als die Lakers die Knicks 114-100 schlugen und die Serie in fünf Spielen gewannen. Er fügte hinzu: «Das ist ein fantastisches Gefühl. Das ist ein Sommer, den ich wirklich genießen werde.» — Editors› Picks — What Is the Best Way to Cut an Onion? — The Tao of ‹Smooth,› Rock›s Enduring, Inescapable Earworm — ‹Inside Out 2› Review: PUBERTY! OMG! LOL! IYKYK! — Als General Manager der Lakers war West häufiger erfolgreich. Er führte ein Team, zu dem Kareem Abdul-Jabbar, Magic Johnson und James Worthy gehörten, 1985 zum Meistertitel – endlich eine süße Revanche gegen die Celtics – und erneut 1987 und 1988.

 
 

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David Boaz, eine führende Stimme des Libertarismus, stirbt im Alter von 70 Jahren

11.06.2024News: NachrufeThe New York TimesSam Roberts —   –  Details

David Boaz,

Am Cato Institute argumentierte er gegen die Einmischung der Regierung in das Privatleben der Amerikaner, etwa gegen die Kontrolle ihres Drogenkonsums, und unterstützte die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. — David Boaz, der langjährige stellvertretende Vorsitzende des Cato Institute, in seinem Washingtoner Büro im Jahr 2008. — David Boaz, ein Apostel des «vernünftigen, radikalen Libertarismus», der argumentierte, dass die Amerikaner ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück hätten, ohne dass die Regierung in ihre Schlafzimmer, Sitzungssäle oder ihren Cannabiskonsum eingreife, starb am Freitag in seinem Haus in Arlington im Bundesstaat Virginia. Er wurde 70 Jahre alt. — Die Ursache seien Komplikationen infolge eines Speiseröhrenkrebses gewesen, sagte sein langjähriger Partner Steve Miller. — Herr Boaz fasste den Libertarismus, die Philosophie, die die individuelle Freiheit über staatliche Übergriffe stellt, mit seiner charakteristischen Scharfsinnigkeit zusammen: — «Die Essenz des Libertarismus lernt man im Kindergarten», schrieb er in «Libertarianism: A Primer», einem Buch aus dem Jahr 1997, das 2015 aktualisiert und als «The Libertarian Mind: A Manifesto for Freedom» neu aufgelegt wurde. «Schlagen Sie andere nicht, nehmen Sie ihnen nichts weg und halten Sie Ihre Versprechen.» —

 
 

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Es lebe der Blues! Neues von Pionierinnen und Mutanten

11.06.2024NachtmixBayern 2Noe Noack —   –  Details

Sue Foley

Mit ihrem aktuellen Album «One Guitar Woman» führt Sue Foley, die große Blues Lady aus Austin in Texas, die Blues Charts an. Die Platte ist ein musikalisches Denkmal für all ihre weiblichen Wegbereiterinnen an der Blues-Gitarre in den 1920er und 30er Jahren, wie etwa Memphis Minnie oder Mamie Smith. Und auch Deb Ryder, die mit ihrem Album «Live and Havin› Fun» auf Platz zwei der Blues Charts liegt, verneigt sich immer wieder vor den Pioniertaten der weiblichen Bluesmusikerinnen.

 

Der Blues wurde oft totgesagt, aber er ist immer wieder aufgetaucht. Auch als Zombie-Mutation mit einem Bluesdrink für Leute mit einem herberen Geschmack. Wie etwa Fans des leicht wahnsinnigen James Leg oder der psychedelischen Blues-Rocker Earth Tongue aus Neuseeland. Die Stunde vervollkommnen Endless Boogie und die düsteren Screaming Dead Balloons aus Griechenland.

 
 

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Magnus Öström & Dan Berglund u.a. / HwG Vol. 34

11.06.2024Jazztime: Hören wir GutesBR-KlassikBeate Sampson, Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel —   –  Details

Magnus Öström & Dan Berglund

Hören wir Gutes und reden darüber!, Vol. 34 «Ausgezeichnet mit dem Deutschen Radiopreis 2022 als beste Sendung «Beate Sampson, Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel diskutieren über aktuelle Jazzalben — Magnus Öström & Dan Berglund — The human element — Birgitta Flick & Antje Rößeler

 
 

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Zwischen Jazz und Animationen: Die Pianistin und Grafikerin Juliana Saib

11.06.2024JazzSWR KulturKonrad Bott —   –  Details

Juliana Saib

Geerdete Basslinien, verschlungene Voicings und blühende Melodien – die junge Pianistin Juliana Saib lässt sich durch delikate Details inspirieren, die sie in Texturen und Strukturen von Flora und Fauna entdeckt. Augenblumen und Lotusherzen Die Pianistin & Grafikerin Juliana Saib verbindet Musik mit bildender Kunst. Zu ihren Kompositionen zeichnet sie – erst mit dem Bleistift, dann am Computer – Bilder, die sich zersetzen, ihr Innerstes nach Außen kehren, sich transformieren. — Mit der Verbindung von bildender Kunst und Musik begann Juliana Saib schon vor einigen Jahren. Zunächst bemalte sie Schlagfelle und Kessel von Schlagzeugen, doch dann entstand der Wunsch, ihre Bilder noch stärker und direkter mit der eigenen Musik zu verbinden. Blumen bekommen Augen und Zähne, menschliche Köpfe rotieren und blinken, ein Hase findet sein eigenes Herz beim Spazierengehen. Um eine Sekunde Animationen zu gestalten, muss Juliana mindestens vier einzelne Bilder malen – quasi ein digitales Daumenkino. — Komponieren, Improvisieren, Zeichnen, Malen und Animieren, der ganze Prozess ist für Juliana ein besonderer Weg, gehört und gesehen zu werden. — «Und dann ist mir eingefallen: Ich kann ja eigentlich den Zeichnungen das geben, was Jazz auch hat. Und zwar Bewegung und Entwicklung und Transformation. —Juliana Saib, Jazzpianistin — Ein viertes Pedal für die Animationen Auf der Bühne liegt neben dem Pedalkasten des Flügels auch ein Fußschalter – silbergrau mit verchromten Knöpfen – breit aber simpel aufgebaut, wie man ihn für die Effekt-Setups von elektrischen Gitarren verwendet. Mit dem schaltet Juliana die verschiedenen Animationen scharf und sorgt dafür, dass die richtigen Bilder zu den richtigen musikalischen Abschnitten ablaufen. — In Zukunft möchte sie die Interaktion zwischen Visuals, Musik, Musikschaffenden und Publikum ausbauen, sagt sie. So, dass sich die Bilder automatisch zum Groove bewegen und sich entlang des Tempos und Ausdrucks verändern können. Oder, dass auch andere bestimmen können, was wann wie für wen zu sehen ist.

 
 

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Die grüne Mauer (2/5) – Burkina Faso: Vom Mut, nicht aufzugeben

11.06.2024Das FeatureDeutschlandfunkBettina Rühl —   –  Details

Blandine Sankara

Als Blandine Sankara vor zehn Jahren zwei Hektar Land kaufte, waren sie eine Art Wüste. Jetzt wachsen Mangobäume, Papaya-Stauden, Karotten und Spinat. Für Sankara ist ihr Garten auch ein politisches Projekt: Sie will zeigen, dass Burkina Faso sich selbst ernähren könnte. — Die Folgen des Klimawandels sind auch in Burkina Faso allgegenwärtig. Infolge von Dürren und Überschwemmungen fällt immer öfter die ganze Ernte aus, noch mehr Menschen hungern. Trotzdem ist für Blandine Sankara «Wandel» noch immer ein positiv besetzter Begriff.

 

Sankara hat ihr Projekt «Yelemani» genannt, «Wandel». Sie will eine Veränderung, weg von Verödung und Verwüstung, hin zu Ernährungssicherung. In einem Vorort von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, hat sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb. Und sie ist nicht die einzige Optimistin in dem Land, in dem bewaffnete Islamisten viele Regionen kontrollieren und Hauptmann Ibrahim Traoré nach zwei Militärputschen seit 2022 an der Spitze des Staates steht.

 

Roch Panaditigri treibt das Projekt der «Großen Grünen Mauer» weiter voran, obwohl Konflikte und Kämpfe in vielen Landesteilen den Fortgang des Projekts bedrohen. Das Ringen um fruchtbares Ackerland ist ein Wettlauf gegen die Folgen der Klimakrise und den hohen Bevölkerungsdruck.

 
 

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SWR Jazz College mit Lylac, FRANZI und der Jil Pappert Band

11.06.2024Jazz SessionSWR KulturKonrad Bott —   –  Details

Lylac Quintett

Das SWR Jazz College ist ein Konzertabend mit jungen Musiker*innen aus den Jazz-Instituten im Südwesten. In der Musikhochschule Stuttgart steht dieses Mal der Gesang im Fokus. Es stehen auf der Bühne: das A-Capella-Quintett Lylac aus Mainz, die Soul-Fraktion FRANZI und das Quartett der Sängerin Jil Pappert aus Mannheim. — Starke Stimmen beim SWR Jazz College Das SWR Jazz College ist eine Kooperation von SWR Kultur mit den Jazzinstituten im Sendegebiet – den Musikhochschulen Mainz, Mannheim und Stuttgart. An einem Abend pro Semester kommen drei Bands (eine von jeder Hochschule) zusammen, um ein Konzert zu spielen. Sie haben sich vorher beworben und sind hochschulintern ausgewählt worden. Der Abend findet rotierend in Mannheim, Mainz und Stuttgart statt. Am 18. April 2024 fand das sechste Konzert der Reihe statt, diesmal standen starke Stimmen im Fokus: zwei Bands mit Sängerinnen als Leaderinnen, die Jil Pappert Band aus Mannheim und FRANZI aus Stuttgart, und die A-Capella-Truppe Lylac aus Mainz.

 
 

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Frank Kafka: Ein Hungerkünstler

11.06.2024Lesunghr2 kulturN.N. —   –  Details

Franz Kafka

‹Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.› Natürlich hält Gregor Samsa das zunächst für Einbildung, doch er richtet sich zunehmend in seine Verwandlung ein. hr2-kultur und die ARD Audiothek präsentieren: ‹Die Verwandlung› und andere weltberühmte und weniger bekannte Erzählungen von Franz Kafka.

Franz Kafka: Ein Hungerkünstler, gelesen von Mechtild Großmann — 40 Tage lang kann dieser Künstler fasten. Ja, er würde es sogar noch länger aushalten, nötigte man ihn nicht regelmäßig zum Essen. Doch während er selbst den inneren Zwang zum Hungern fühlt, sucht das Publikum bloße Unterhaltung. — Sprecherin: Mechthild Großmann — hr 2010

 
 

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