Alle Artikel in der Kategorie “Aus den Archiven

Aus den Archiven ist ein Sendungsformat von Deutschlandradio Kultur

Bob Dylan kommt nach Berlin: Patti Smith hat uns ein Geheimnis über ihn verraten

17.07.2024NewsBerliner ZeitungStefan Hochgesand —   –  Details

Patti Smith / Bob Dylan

Patti Smith kennt Bob Dylan besser als die meisten von uns – was verrät sie über den Meister? — Bob Dylan kommt zurück nach Europa! Auf seiner „Rough and Rowdy Ways“-Tournee, die Dylans gleichnamigem, wohlgemerkt 39. (!) Studio-Album aus dem Jahre 2020 gewidmet ist, gastiert Dylan (nebst Stationen in Erfurt, Nürnberg, Frankfurt, Stuttgart, Saarbrücken und Düsseldorf) gleich zweimal in der Berliner Konzerthalle mit dem für viele immer noch gewöhnungsbedürftigen Namen Uber Eats Music Hall. (…)

 
 

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Lexikon der österreichischen Popmusik (3) Bernhard Eder – Der Pop-Prophet im eigenen Lande

17.07.2024RadiokollegÖ1Walter Gröbchen —   –  Details

Bernhard Eder

Ein Beitrag über diesen Künstler müsste so beginnen: Bernhard Eder ist einer der bemerkenswertesten, aktivsten und konsequentesten Singer/Songwriter der Generation FM4. Und als solcher ein Fixstern und fast schon ein Veteran der lokalen alternativen Szene – mit einem Wirkungskreis über Österreich hinaus. —Ein Beitrag über Bernhard Eder könnte aber auch so beginnen: Dieser Mann wird immer noch und immer wieder weit unter Wert geschlagen, ja, er könnte das Sprichwort vom Propheten im eigenen Land perfekt illustrieren. Denn Eder ist seit einem Vierteljahrhundert aktiv, er hat es unter seinem eigenen Namen zu bislang neun Alben gebracht, tourt beständig, erhält respekt-, ja glanzvolle Kritiken – und muss sich doch bei jeder neuen Produktion den Kopf über die Finanzierung und Vermarktung zerbrechen.

– – Geboren in Geboltskirchen in Oberösterreich, studierte Bernhard Eder von 1999 – 2005 Jazzgesang am Vienna Konservatorium. Ende der Neunziger erste musikalische Erfolge mit der Band Wa:rum als Sänger, Gitarrist und Songwriter; es erscheinen insgesamt 3 Tonträger. Im Herbst 2006 entschließt sich Eder nach Berlin auszuwandern und eine Solokarriere zu starten. Das Debütalbum «The Livingroom Sessions» erscheint im Juni 2007 und bekommt Airplay auf Radiostationen im gesamten deutschsprachigen Raum. Bis dato vermerkt die künstlerische Bilanz über 750 Konzerte in ganz Europa, Arbeiten für diverse Theaterinszenierungen und den Titelsong für den Kinofilm «Die wilden Hühner und die Liebe».

– – Auf seinem aktuellen Album «Golden Days» erzielt Bernhard Eder einmal mehr «eine befreiende Wirkung», so «Der Standard», «mit zu Herzen gehendem melancholischem Pop und niederschmetternden Texten.» Eine frohe Botschaft? Eine Ahnung von den ewigen Mühen der Ebene?

 
 

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Der Geiger Frank Peter Zimmermann im Porträt

17.07.2024AusgewähltÖ1Stephanie Maderthaner —   –  Details

Frank Peter Zimmermann

Wer den Geiger Frank Peter Zimmermann kennt, dem fällt zunächst vor allem seine Vielseitigkeit ein. Seinen geraden, schlanken, makellosen, leichten und doch ernsthaften Geigenton verbindet man sowohl mit Bach-Partiten als auch romantischen, großen Violinkonzerten oder exzellenter Kammermusik, gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen auf allerhöchstem Niveau. Beeindruckend (und das spricht natürlich auch für Bach) ist die Selbstverständlichkeit, mit der das Trio Zimmermann eine Version für Streichtrio der “Goldbergvariationen” von Bach eingespielt hat (2017). Ob das Doppelkonzert von Johannes Brahms (mit Heinrich Schiff am Cello, aufgenommen 1996 in London), ob Beethoven-Sonaten mit dem Pianisten Martin Helmchen oder Violinsonaten von Béla Bartok – immer ist das Resultat stimmig und erfüllend. Ein Porträt des 1965 in Duisburg geborenen Geigers, dessen erste Lehrerin – damals war er 5 Jahre alt – seine Mutter war.

 
 

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Aus dem Nachlass von Helena Adler

17.07.2024RadiogeschichtenÖ1Gudrun Hamböck —   –  Details

Helena Adler

»Ein guter Lapp in Unterjoch» von Helena Adler. Es liest Michou Friesz. «Der Maurer Josef steht um halb sechs auf, um zur Baustelle aufzubrechen. «Ein bisschen erinnert er an eine magere Herbstkatze, meinen die Unterjocher, die Talbewohner. Eine vom Spätwurf, die den Winter nicht übersteht.» Seit einigen Tagen hat er Kopfschmerzen und sieht verschwommen. Dabei muss er noch einiges erledigen, denn er ist Hochzeitslader, ein Amt, das seine Familie seit Generationen bekleidet Einer der drei letzten Texte der Anfang des Jahres im Alter von 40 Jahren verstorbenen Salzburger Schriftstellerin und bildenden Künstlerin Helena Adler. «Geboren 1983 in Oberndorf, studierte Helena Adler Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg. Ihr Roman «Die Infantin trägt den Scheitel links» stand 2020 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises. Zuletzt erschien ihr Roman «Fretten», auch mit ihm war sie für den Österreichischen Buchpreis nominiert und führte zudem im Oktober 2022 die ORF Bestenliste an. Das Buch «Miserere» ist im Nachlass erschienen. – Geboren 1983 in Oberndorf, studierte Helena Adler Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg. Ihr Roman «Die Infantin trägt den Scheitel links» stand 2020 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises. Zuletzt erschien ihr Roman «Fretten», auch mit ihm war sie für den Österreichischen Buchpreis nominiert und führte zudem im Oktober 2022 die ORF Bestenliste an. Das Buch «Miserere» ist im Nachlass erschienen.

 
 

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Sampler von Ink Music und pumpkin records

17.07.2024SpielräumeÖ1Rainer Elstner —   –  Details

R.P.S. Lanrue

Die beständig pulsierenden Retrowellen überlagern sich in der aktuellen Popmusik zu schillernden Interferenzmustern. In der Mode ist das Kürzel der Stunde Y2K – also der Rückgriff auf die Nullerjahre. Dieser Dekade widmet sich ein Sampler des Labels Ink Music. Nach und nach werden daraus Songs veröffentlicht. Das Prinzip: österreichische Acts covern Hits dieser Zeit. Die Wiener Künstlerin Rahel hat sich für die jüngste Single des Projekts den Ohrwurm «wir trafen uns in einem Garten» von 2raumwohnung vorgenommen. «Eine historische Zäsur markiert das Album «Have A Minute?»: 41 Songs in Ein-Minuten-Länge von 41 Acts auf Vinyl. Das kurze TikTok-Format in analoger Form. Das steirische Label pumpkin records kommuniziert durch diese Veröffentlichung einen Generationswechsel: Label-Gründer Wolfgang Pollanz, Mitbegründer der Kulturinitiative Kürbis, übergibt die musikalischen Agenden mit 2024 an Gabriel Schmidt. Eine Ära, die 1998 mit einem Sampler zum Titel «Heimat» begonnen hat, endet mit einem Sampler, der ältere und jüngere Stimmen auf einer LP mit verdammt vielen Pause-Rillen vereint. «Vor unglaublichen 25 Jahren wurde das Hip-Hop-Kollektiv Waxolutionists in Wien gegründet. Wir verbeugen uns vor den stilbildenden DJ-Virtuosen mit einem Track, der ein Grundgefühl urbanen Erlebens einfängt: wie sich die Nacht langsam über die geschäftige Stadt legt. «Mit einer Erinnerung an R. P. S. Lanrue, den am Sonntag verstorbenen Mitbegründer der Band Ton Steine Scherben. «

 
 

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Heinz Bude: Ein Soziologe auf Wienbesuch

17.07.2024DimensionenÖ1Sabrina Adlbrecht —   –  Details

Heinz Bude

Seine Anzüge sind schmal, Hemden und Accessoires farblich abgestimmt, die Kopfbedeckungen zahlreich, manchmal geschmückt mit einer kleinen Feder – der renommierte deutsche Soziologe Heinz Bude ist nicht nur optisch eine auffällige Erscheinung. Als einem von wenigen seiner Zunft gelingt es ihm in seinen Büchern und Vorträgen immer wieder scharfe wissenschaftliche Analyse lebendig und bildhaft mit der konkreten Lebenswelt der Menschen zu verbinden. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Soziologie der Generationen sowie Verwerfungen in der Sozialstruktur der Gegenwartsgesellschaften. Sein jüngstes Buch ist den Baby-Boomern gewidmet, also jener Generation, die allmählich in Pension geht und der er selbst angehört. Heinz Bude war über zwanzig Jahre am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig und bis 2023 Universitätsprofessor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Vor kurzem war er für einige Monate Gast am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz in Wien.

 
 

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‹Ich sang; nun weine ich› / Musikalisches Porträt von Francesco Petrarca

17.07.2024Alte Musik – neu interpretiertÖ1Colin Mason —   –  Details

Francesco Petrarca

«Der Vers ist nicht nur Harmonie oder Übereinstimmung mit dem Inneren, sondern Melodie, ein musikalisches Element an sich», dieses Zitat ist Francesco De Sanctis «Geschichte der italienischen Literatur» entnommen. Keine Musikerpersönlichkeit, sondern ein Weltdichter steht in dieser Ausgabe von «Alte Musik – neu interpretiert» im Fokus; allerdings einer der «musikalischsten» Dichter aller Zeiten. Die Rede ist vom Mitbegründer des Renaissance-Humanismus Francesco Petrarca, der in diesen Tagen vor 650 Jahren verstarb. Auf sein Schaffen haben Komponisten und Komponistinnen vom vierzehnten Jahrhundert bis zur heutigen Zeit zurückgegriffen; besonders im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert dienten Gedichte aus seiner Feder als Vorlagen für Madrigalkompositionen. Einen Zentralpunkt der Sendung bilden Vertonungen von Texten aus Petrarcas «Canzoniere», die der Dichter über einen Zeitraum von etwa vierzig Jahren verfasste. Mit Musik von u.a. Jacopo da Bologna, Dufay, Arcadelt, Lasso, Monteverdi.

 
 

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Die Musikbegeisterung des Wim Wenders / Filme und Soundtracks

16.07.2024Das PopmuseumÖ1Wolfgang Kos —   –  Details

Wim Wenders

Musik ist bei Regisseur Wim Wenders nie bloß Beiwerk, sondern wichtiges Gestaltungsmittel. Der frühe gemeinsam mit Peter Handke entstandene Kurzfilm «3 amerikanische LPs» dauerte genau so lang wie drei Songs von Van Morrison, CCR und Harvey Mandel. In Wenders› erstem Road Movie «Alice in den Städten» gibt «On The Road Again» von Canned Heat die Richtung vor. Für «Paris, Texas» engagierte der Filmemacher Ry Cooder, dessen einsame Gitarre zur autonomen Erzählerin wird. Auf legendären Soundtracks sind Nick Cave oder die Talking Heads «Mitspieler». Und immer wieder spielte die Musik die Hauptrolle, so in der Doku «Buena Vista Social Club», durch die vergessene kubanische Lieder weltberühmt wurden.

 
 

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Vor 80 Jahren: Der Popliterat und Schriftsteller Jörg Fauser geboren

16.07.2024KalenderblattDeutschlandfunkRalph Gerstenberg —   –  Details

Jörg Fauser

Jörg Fauser «Beobachter vom Rand «Jörg Fauser brachte mit seinen Romanen frischen Wind in die westdeutsche Literatur der Siebziger und Achtziger. Er schrieb Songtexte für Achim Reichel, sein Krimi «Der Schneemann» wurde mit Marius Müller-Westernhagen in der Hauptrolle verfilmt. «Der Schriftsteller Jörg Fauser (1944-1987) im Jahr 1985. Seine berühmtesten Romane sind «Rohstoff» und «Der Schneemann».

 
 

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Naomi Pomeroy, 49, Köchin, die Portland zu einem kulinarischen Reiseziel machte, ist gestorben

16.07.2024News: NachrufeThe New York TimesKim Severson —   –  Details

Naomi Pomeroy

Ihr verfeinerter Gaumen und ihr Streben nach Exzellenz machten sie zur kulinarischen Matriarchin der Stadt und lockten sowohl Gäste als auch Talente nach Oregon. Sie starb bei einem Schlauchbootunfall. «Naomi Pomeroy wurde 2009 von Food & Wine zur besten neuen Köchin gekürt. Sie trug dazu bei, Portland im Bundesstaat Oregon als Zentrum der gehobenen Gastronomie zu etablieren. «Update: Am Mittwoch teilte das Büro des Sheriffs in Benton County, Oregon, mit, dass die Leiche von Frau Pomeroy aus dem Willamette River geborgen worden sei . «Naomi Pomeroy, eine autodidaktische Köchin mit einer respektlosen Ader, die dank ihrer hohen Ansprüche und Großzügigkeit zur kulinarischen Matriarchin von Portland im US-Bundesstaat Oregon wurde, als sich die Stadt Mitte der 2000er Jahre zum Zentrum eines radikal neuen Stils der gehobenen Gastronomie entwickelte, starb am Samstag in der Nähe von Corvallis im US-Bundesstaat Oregon. Sie wurde 49 Jahre alt. «Sie sei beim Tubing auf dem Willamette River im Westen Oregons gestorben, sagte ihr Ehemann Kyle Linden Webster, ein Restaurantkollege. «Frau Pomeroy und Herr Webster waren am Samstagnachmittag mit einem Freund auf dem Willamette unterwegs. Ihre Schwimmkörper – zwei zusammengebundene Schläuche und ein Paddelbrett – prallten gegen einen teilweise unter Wasser liegenden Ast und wurden alle drei ins schnell fließende Wasser geschleudert, sagte Herr Webster. Er und der Freund schafften es ans Ufer. «Rettungskräfte fanden die Leiche von Frau Pomeroy unter Wasser, konnten sie jedoch wegen starker Strömungen nicht bergen. Die Suche wurde am Dienstag fortgesetzt. «Über ihren Tod berichtete am Montagabend das Magazin Portland Monthly in einem Artikel von Karen Brooks, einer Restaurantkritikerin, die Frau Pomeroys Karriere seit 2002 verfolgt hatte, als sie und ihr erster Ehemann Michael Hebb eine Reihe von Underground-Abendessen in ihrem Haus veranstalteten. Diese begehrten Zusammenkünfte trugen dazu bei, Portlands abtrünnige Restaurantkultur und den nationalen Pop-up-Restaurant-Wahn zu begründen. «Obwohl ihr eigenwilliges Restaurantimperium und ihre Ehe einige Jahre später auf spektakuläre Weise in die Brüche gingen, erfreuten sie sich einer so großen Beliebtheit, dass das W-Magazin sie zum Prinzen und zur Prinzessin der Gastronomieszene im pazifischen Nordwesten krönte. ««Sie war so etwas wie Julia Child als Riot Girl», sagte Frau Brooks in einem Interview. «Das Paar bekam im Jahr 2000 ein Kind und leitete 2004 eine Reihe von Unternehmen namens Ripe, zu denen drei der renommiertesten Restaurants Portlands gehörten. Eines Tages im Jahr 2006 teilte Herr Hebb Frau Pomeroy mit, dass das Geld weg sei. Er verließ noch am selben Abend die Stadt und ließ sie als alleinerziehende Mutter mit wenig Geld mit wütenden Investoren und fast 100 desillusionierten Mitarbeitern zurück. «Frau Pomeroy erhob sich aus der Asche mit Beast, einem winzigen, französisch angehauchten Restaurant, das im nächsten Jahr mit kaum mehr als zwei Induktionskochfeldern und ein paar Gemeinschaftstischen eröffnete. Es wurde zum Vorbild für einen sexy, selbstgemachten Speisestil und lockte eine neue Generation junger Köche, vor allem Frauen, nach Portland. ««Kochen hat mir geholfen, weiterzumachen», sagte Frau Pomeroy 2007 in einem Interview mit der New York Times. «Sie wurde 2009 von Food & Wine zu einer der besten neuen Köche Amerikas gewählt. O, The Oprah Magazine bezeichnete sie als eine der 10 aufstrebenden Frauen . Die Zeitschrift Marie Claire nannte sie die nächste Alice Waters und schrieb, dass Frau Pomeroys Engagement für saisonale Zutaten dem von Frau Waters ähnelt, der kalifornischen Köchin, die sich schon früh für lokale Lebensmittel und Landwirte einsetzte.

 
 

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Vogelherdrecherche – Ulrike Janssen

16.07.2024HörspielDeutschlandfunkUlrike Janssen —   –  Details

Vogel Gitter

«vogelherd. mikrobucolica», so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen von Thomas Kling. «Ein «Vogelherd» ist eine Fangvorrichtung für Vögel, auch für Singvögel – seit alters her ein Bild für den Dichter selbst. Thomas Kling, der 2005 im Alter von 48 Jahren starb, war ein Dichter, der – ungewöhnlich für einen Lyriker – für seine Arbeiten sehr viel recherchierte: am Schreibtisch, aber auch auf Reisen.

 

Auf der Raketenstation, einer umgebauten ehemaligen NATO-Raketenbasis auf dem renaturalisierten Gelände der Museumsinsel Hombroich, wo Kling die letzten 15 Lebensjahre verbrachte, befindet sich sein umfangreicher Nachlass: seine Bibliothek, Manuskripte, Entwürfe, Notizbücher sowie eine akustische Sammlung mit zahlreichen Mitschnitten seiner grandiosen Liveauftritte.

 

Diese Materialien liest das Hörspiel als Spuren des Dichters und versucht, ihm – dem «spürbar Abwesenden» – und dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen. Das Stück wurde mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis 2011 ausgezeichnet. «Fangen Dichter Worte ein wie Vogelherde Vögel einfangen?

Vogelherdrecherche – Von Ulrike Janssen – Mitwirkung: Norbert Wehr (Recherche) – Regie: die Autorin – Komposition: Gerd Bessler – Mit: Otto Sander, Susanne Reuter, Lu Jansen – Im Originalton: Thomas Kling, Norbert Wehr, Karl-Heinz Frommolt und Uwe Westphal, Ute Langanky, Alena Scharfschwert, Erk Grimm und Peer Trilcke, Norbert Hummelt, Marcel Beyer u.v.a. – Dramaturgie: Elisabeth Panknin – Produktion: Deutschlandfunk/HR 2011 – Länge: 46:12

 
 

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