04.04.2025 – News – Zeit Online – N.N. — – Details
Barack Obama
Der frühere US-Präsident Barack Obama bei der Amtsübernahme von Donald Trump im Kapitol: Nun hat er öffentlich Kritik an dem Vorgehen des Präsidenten geäußert. — Der frühere US-Präsident Barack Obama hat klare Kritik an Trumps Regierung geübt. Die Menschen dürften nicht den Mut verlieren, sagt Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris.
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat Medienberichten zufolge dazu aufgerufen, sich gegen Einschüchterungsversuche der Regierung von Präsident Donald Trump zu stellen. “Dies ist das erste Mal, dass ich öffentlich spreche”, sagte Obama laut einem CNN-Bericht in einer Rede vor Studierenden des Hamilton College im Bundesstaat New York. Er kritisierte demnach Trumps Bestrebungen, die Bundesregierung umzugestalten, gegen Einwanderung und abweichende Meinungen vorzugehen sowie Nachrichtenagenturen und die Justiz einzuschüchtern. — Es werde niemand zur Rettung kommen, sagte Obama laut einem CNN-Reporter, der Zitate der Rede auf X teilte. Es liege an den Menschen in den USA, das Problem zu lösen. “Das wichtigste Amt in dieser Demokratie ist der Bürger”, sagte er demnach. Die meiste Zeit unseres Lebens sei es einfach gewesen, sich für soziale Gerechtigkeit und Meinungsfreiheit auszusprechen. “Jetzt ist einer dieser Momente, in denen es nicht mehr ausreicht, nur zu sagen, dass man für etwas ist, sondern man muss vielleicht auch etwas tun und möglicherweise ein kleines Opfer bringen.” Videoaufnahmen waren bei der Veranstaltung nicht gestattet.Die Zeitung Daily Sentinel schrieb, Obama habe die Bürger in den USA, Universitäten und die großen Anwaltsfirmen dazu aufgerufen, nicht den Mut zu verlieren.
Obama zeigt sich besorgt über Drohungen Trumps — Anwaltskanzleien sollten darauf vorbereitet sein, Aufträge zu verlieren, sagte Obama den Berichten zufolge. Dabei bezog er sich darauf, dass Trump mehrere Anwaltsfirmen massiv unter Druck gesetzt hatte, deren Juristen etwa an Prozessen oder Ermittlungen gegen ihn beteiligt waren. — Obama zeigte sich demnach besorgt darüber, dass die Regierung Universitäten drohe. Er sagte offenbar aber auch, die Hochschulen, denen die Regierung etwa wegen ihrer Diversitätsprogramme Mittel entzieht, sollten ihre Stiftungsgelder einsetzen oder Kosten einsparen, statt vor Trumps Forderungen zu kapitulieren.
Kamala Harris spricht von Gefühl der Angst — Auch die frühere Vizepräsidentin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris übte CNN zufolge deutliche Kritik an Trumps Regierung. Trumps Rückkehr ins Oval Office habe “ein großes Gefühl der Angst” ausgelöst, sagte Harris laut CNN in einer Rede bei einem Treffen weiblicher Führungskräfte. “Wir erleben, dass Organisationen still bleiben. Wir sehen diejenigen, die vor eindeutig verfassungswidrigen Drohungen kapitulieren”, sagte Harris demnach.Diese Angst sei ansteckend. “Wenn eine Person Angst hat, kann sie auf die Menschen um sie herum übergreifen und sich ausbreiten”, wird Harris zitiert. “Aber ich sage auch, meine lieben Freunde, Mut ist auch ansteckend.”
SK-news