03.03.2025 – News – Zeit Online – Eva Casper und Katharina James — – Details
Selenskyj PR
Der ukrainische Präsident spricht den USA in einer Fernsehansprache seinen Dank aus. Ein Parteifreund von Donald Trump stellt sich hinter Selenskyj.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer Fernsehansprache den USA seinen Dank ausgesprochen. Es gebe keinen Tag, an dem die Ukraine den USA nicht für ihre Unterstützung dankbar sei. Zudem versprach er weitere diplomatische Anstrengungen, um näher an die Regierung in Washington heranzurücken. «Es wird Diplomatie um des Friedens willen geben. Und damit wir alle zusammen sind – die Ukraine, ganz Europa und ganz bestimmt Amerika», sagte Selenskyj am frühen Morgen nach seinem Treffen mit britischen und europäischen Politikern am Sonntag — «Natürlich sind wir uns der Bedeutung Amerikas bewusst, und wir sind dankbar für all die Unterstützung, die wir von den USA erhalten haben. Es hat keinen Tag gegeben, an dem wir diese Dankbarkeit nicht gespürt haben.»
Selenskyj laut US-Sicherheitsberater nicht für Friedensgespräche bereitDer Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz sieht den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dessen Besuch im Oval Office als nicht bereit für Friedensgespräche an. «Das war kein Hinterhalt», sagte Waltz dem rechten Sender Fox News – anders als Beobachter aus der internationalen Politik es dem US-Präsidenten und seinem Vize nach dem Zusammenstoß mit Selenskyj vorgeworfen hatten. — Selenskyj habe seinem Land einen schlechten Dienst erwiesen. Im Gegensatz zu einigen republikanischen Abgeordneten forderte Waltz Selenskyj nicht zum Rücktritt auf, stellte aber seine Eignung als Präsident in Frage.
Selenskyj ruft zu mehr internationaler Unterstützung aufNach einer Woche mit mehr als 2.300 russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu verstärkter internationaler Unterstützung aufgerufen. In der vergangenen Woche habe Russland die Ukraine mit mehr als 1.050 Drohnen, fast 1.300 Gleitbomben sowie mehr als 20 Raketen und Marschflugkörpern angegriffen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. — Selenskyj sagte, dass es mehr kollektive Stärke der Welt brauche, um Russland zu zwingen, seine Angriffe zu stoppen. Hierfür müsse die Flugabwehr gestärkt, die Armee unterstützt und effektive Sicherheitsgarantien gewährleistet werden, die eine erneute russische Aggression unmöglich machten.
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Frankreich schlägt zeitweise Eingrenzung der Kämpfe in der Ukraine vorDer französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat einen Vorschlag zur zeitweisen Eingrenzung der Kämpfe in der Ukraine vorgestellt. Der Plan sieht eine einmonatige Aussetzung der Luftangriffe, Marineoperationen und Angriffe auf Energieanlagen vor. Bodenkämpfe wären demnach von der Vereinbarung ausgenommen. Durch ein solches Angebot könnten die Ukraine und ihre Verbündeten Barrot zufolge testen, ob der russische Staatschef Wladimir Putin ernsthaft an einer längerfristigen Friedensvereinbarung interessiert sei. — Der Vorstoß geht auf eine Initiative Frankreichs und Großbritanniens zurück. Die beiden Länder hatten sich bereits zuvor darauf verständigt, eine temporäre Einschränkung bestimmter Kampfhandlungen vorzuschlagen. — Barrot äußerte sich zudem zu den Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Trotz der jüngsten Abweisung des ukrainischen Präsidenten hält der französische Außenminister weitere Gespräche zwischen den beiden Staatschefs für möglich.
Russland kritisiert UkrainegipfelRussische Politiker haben verärgert auf den Ukrainegipfel in London reagiert und Propaganda verbreitet. Der einflussreiche russische Parlamentarier Konstantin Kossatschow bezeichnet das Gipfeltreffen auf Telegram als «verzweifelten Versuch, das Scheitern einer zehnjährigen Politik der Aufstachelung der Ukraine gegen Russland durch Großbritannien und bis vor Kurzem auch durch die Vereinigten Staaten als Erfolg auszugeben». Europa habe keinen Plan.
— – Der Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des russischen Unterhauses, Leonid Sluzky, schrieb dazu, das Treffen in London werde die Position des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht retten.
— – Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew, jetzt ein hoher Sicherheitsbeamter, bezeichnete den Ukrainegipfel als «beschämenden Anblick». Es habe sich um einen «Hexenzirkel» gehandelt, «um den Nazi-Nobodys in Kyjiw die Treue zu schwören», schrieb er auf X.
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