06.03.2025 – Historische Aufnahmen – Deutschlandfunk – Michael Stegemann — – Details
Maurice Ravel
Als Pianist hatte Maurice Ravel schon im Studium keine große Lust zu üben: „Sie sollten der Klassenbeste sein – und sind der Letzte““, empörte sich sein Lehrer Charles de Bériot. Und noch 1922 spottete Ravel vor einer Klavierwalzen-Aufnahme in London: „Die Firma Æolian muss die wertvollen falschen Noten festhalten, mit denen ich meine Werke unweigerlich spicken werde.“ Als Dirigent hatte er 1899 debütiert und gab bis in die 1930er-Jahre Konzerte; mit seiner Aufnahme des Boléro mit dem Orchestre Lamoureux (1930) war er selbst sehr zufrieden, ebenso wie mit der seiner Klavierkonzerts G-Dur mit Marguerite Long (1932). Bei einigen weiteren Aufnahmen – etwa der Oper „L’eure espagnole“ unter Georges Truc oder den „Chanson madécasses“ mit Madeline Grey (beide 1928) – saß er als Berater mit im Studio. All das bieten die heutigen „Historischen Aufnahmen“ zum 150. Geburtstag des französischen Komponisten.
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