02.03.2025 – Interpretationen – Deutschlandfunk Kultur – Michael Stegemann — Olaf Wilhelmer — – Details
Maurice Ravel
Fünf Sätze, jeder einem Freund gewidmet: Die «Miroirs» zählen zu den ambitioniertesten Werken der Klavierliteratur. — Maurice Ravel war ein versierter Pianist, aber hier musste er passen: Seine eigenen «Miroirs» waren ihm zu schwer. Die fünf Stücke der Klavierfassung stellen auch heute noch, 150 Jahre nach der Geburt des Komponisten, eine große Herausforderung dar. Zwei der Stücke arbeitete Ravel für Orchester aus: «Alborada del gracioso» und «Une barque sur l‹océan» sind funkelnde Charakterstücke, in denen Ravels überragende Instrumentationskunst zur Geltung kommt. Und zugleich sind sie ein markantes Beispiel für die Kunst der Selbst-Interpretation, die wenige Komponisten so virtuos beherrschten wie Ravel. Zeit, diese Musik ohne Impressionismus-Klischees und ohne den ewigen Vergleich mit Ravels älterem Zeitgenossen Claude Debussy zu betrachten.
Ein korrektes Passwort ist erforderlich.
