11.11.2022 – Historische Aufnahmen – Deutschlandfunk – Klaus Gehrke — – Details
Eta Harich-Schneider
Eta Harich-Schneider hatte sich zunächst als Pianistin ausbilden lassen und wandte sich dann, Ende der 20er-Jahre dem Cembalo zu. Der Unterricht bei Günther Ramin in Leipzig und bei Wanda Landowska in Paris prägten sie nachhaltig. Die Nationalsozialisten machten der Katholikin wegen ihrer ablehnenden Haltung zum Regime das Leben schwer, ihre Professur an der Berliner Hochschule für Musik litt darunter. Auch waren die männlichen Kollegen aus der sich neu entwickelnden Alte-Musik-Szene nicht zimperlich mit ihrer Kritik an dem «kleinen Mädchen», wie man die damals über 40-jährige etablierte Künstlerin betitelte. Als sie 1941 das Angebot für eine Konzerttournee nach Japan bekam, verließ sie Deutschland. Eta Harich-Schneider gab in Japan nicht nur Konzerte, sondern sie begann, sich auch intensiv mit der Musik und Kultur des Landes zu beschäftigten. Ihre Autobiografie «Charaktere und Katastrophen» zeugt von einem aufregenden Leben nicht ohne persönliche Tiefschläge. —
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