30.03.2025 – News: Nachrufe – The New York Times – Penelope Green — – Details
Reinaldo Herrera
Er war sowohl ein Vertreter der alten Schule als auch der alten Welt und mit einer berühmten Modedesignerin verheiratet. Viele Jahre lang prägte er das Highlife Manhattans. — Reinaldo Herrera im Jahr 1968. Als Kind südamerikanischer Adeliger schloss er sich dem aufstrebenden Jetset Europas an und war später über drei Jahrzehnte lang Redakteur bei Vanity Fair. — Reinaldo Herrera, ein eleganter venezolanischer Aristokrat, verheiratet mit der Modedesignerin Carolina Herrera, dessen gesellschaftliche Verbindungen ihn zu einem unverzichtbaren Story-Korrespondenten und Allround-Experten für das Magazin Vanity Fair machten, für das er mehr als drei Jahrzehnte als Redakteur tätig war, starb am 18. März in Manhattan. Er wurde 91 Jahre alt. — Seine Tochter Patricia Lansing bestätigte den Tod. — Herrera wurde in südamerikanische Adelsfamilien hineingeboren und wuchs zwischen Caracas, Paris und New York auf. Nach seinem Studium an den Universitäten Harvard und Georgetown und seiner Tätigkeit als Fernsehmoderator für eine Morgenshow in Venezuela schloss er sich dem aufstrebenden Jetset Europas an und verkehrte mit den Rothschilds und Agnellis, italienischen Adligen und britischen Royals. — Prinzessin Margaret, die Schwester von Königin Elisabeth II., war eine Freundin von ihm. Er war mit Ava Gardner und Tina Onassis, der ersten Frau des griechischen Reeders Aristoteles, zusammen und heiratete 1968 die beste Freundin seiner jüngeren Schwester, Maria Carolina Josefina Pacanins. — Er war altmodisch und altmodisch. Er trug maßgeschneiderte Anzüge mit makellosen Einstecktüchern; seine Jeans waren stets frisch gebügelt. Seine Manieren waren tadellos. Er sprach klassisches Französisch ohne Akzent. Graydon Carter, ein ehemaliger Herausgeber von Vanity Fair, beschrieb seine Stimme als eine Mischung aus Charles Boyer, dem weltgewandten französischen Schauspieler, und Graf von Count, dem zahlenbesessenen Muppet. — In den späten 1970er Jahren gehörten die Herreras zu der bunten Mischung, die die Manhattaner Gesellschaft jener Zeit prägte – Prominente, Finanziers, Spaziergänger und Rockstars, dazu eine Handvoll Politiker, Autoren und Künstler, die auf der Park Avenue und abseits davon speisten und im Studio 54 tanzten. (Steve Rubell, der wilde Miteigentümer des Clubs, steckte Mr. Herrera immer Quaaludes in die Jackentaschen; Mr. Herrera, der Partys liebte, aber diese Disco-Zusätze nicht, warf sie weg, wenn er nach Hause kam.) Robert Mapplethorpe fotografierte das Paar für das Interview-Magazin, Andy Warhols monatliche Chronik dieser Welt. — Anfang der 1980er Jahre, wenige Monate nachdem Tina Brown Chefredakteurin von Vanity Fair geworden war, holte Bob Colacello, ein ehemaliger Interview-Redakteur, der damals für Frau Brown schrieb, Herrn Herrera ins Büro. Er war so unterhaltsam, wie Frau Brown kürzlich in «Fresh Hell», ihrem Substack-Newsletter, schrieb, dass sie ihn sofort einstellte. (…) —
SK-news